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Schreibende Geister und ihre Auftraggeber

Einblicke in eine Betrugswirtschaft

Von Michael Boehm

Die Dissertation von Silvana Koch-Mehrin (FDP), aufgenommen in der Bibliothek der Humboldt-Universität Berlin.
Die Dissertation von Silvana Koch-Mehrin (FDP), aufgenommen in der Bibliothek der Humboldt-Universität Berlin. (AP)

Spätestens seit den spektakulären Plagiatsauseinandersetzungen um Karl Theodor von und zu Guttenberg, Silvana Koch-Mehrin und andere Politiker sind sie verstärkt ins Licht der medialen Öffentlichkeit gerückt, obwohl sie doch nur im Schatten tätig werden: akademische Ghostwriter.

Ihre Branche, umgeben vom Hauch des Betruges, scheint zu boomen. Im Internet und auf Hochglanzbroschüren werben Ghostwriter dafür, wissenschaftliche Texte zu erstellen: von der einfachen Seminararbeit bis hin zu Prüfungsarbeiten wie Bachelor, Diplom oder gar Promotion.

Die Universitäten, so heißt es, seien dagegen weitestgehend machtlos und die Folgen dieser unlauteren Praxis nicht abzusehen. Doch wo fängt akademisches Ghostwriting an und wo hört es auf?

Ist es tatsächlich eine illegale Praxis? Denn auch Politiker lassen sich Reden von Ghostwritern schreiben und bestehen mit ihnen im politischen Tagesgeschäft oder fallen mit ihnen durch.

Und - was sind die Gründe dafür, dass Ghostwriting heute offenbar verstärkt angeboten und in Anspruch genommen wird?

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