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StartseiteCampus & KarriereIslamischer Religionsunterricht in Deutschland 02.07.2016

SchuleIslamischer Religionsunterricht in Deutschland

Dass der Islam ins Klassenzimmer gehört, darüber scheinen sich immer mehr Bundesländer einig zu sein. Nach Nordrhein-Westfalen haben zum Beispiel auch Bayern, Baden-Württemberg, Hessen oder Niedersachsen einen bekenntnisorientierten, islamischen Religionsunterricht eingeführt – als Pendant zum bekannten katholischen und evangelischen Religionsunterricht.

Moderation: Markus Dichmann

Der Religionslehrer Ridwan Bauknecht schreibt am Montag (27.08.2012) in Bonn an der Robert-Koch-Schule während des islamischen Religionsunterrichts an die Tafel. (dpa / Oliver Berg)
Allein in NRW besuchen inzwischen schon 13.700 muslimische Kinder an 176 Schulen den islamischen Religionsunterricht. (dpa / Oliver Berg)

Der islamische Religionsunterricht findet aber nur an ausgewählten Schulen statt, wobei die Nachfrage stetig steigt: Allein in NRW besuchen inzwischen schon 13.700 muslimische Kinder an 176 Schulen den Unterricht. Wie dieser Unterricht aussieht, welche Bücher verwendet werden und wer die Lehrpläne entwirft, das sieht allerdings von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden aus. Auch an der Frage, ob und welche Islamverbände involviert sein sollen, scheiden sich die Geister. Und manche Bundesländer verfolgen völlig andere Modelle, wie zum Beispiel in Hamburg, wo die Kinder im Religionsunterricht alle Glaubensrichtungen gleichsam kennenlernen sollen.

Campus & Karriere fragte:

Wie sieht guter islamischer Religionsunterricht aus und brauchen wir ihn? Was lernen die Kinder eigentlich und worüber machen sie sich Gedanken? Was steht in den Lehrbüchern und werden auch aktuelle Themen behandelt? Gibt es genügend Lehrer und wie werden sie ausgebildet? Wer entwickelt die Lehrpläne und welche Rolle sollten die Islamverbände dabei spielen?

Gesprächsgäste waren:

  • Hanim Ezder, Islamwissenschaftlerin, Beirat für den islamischen Religionsunterricht NRW
  • Anim Rochdi, Lehrer für islamischen Religionsunterricht; Interdisziplinäres Zentrum für islamische Religionslehre der Universität Erlangen-Nürnberg 
  • Jörg Imran Schröter, Juniorprofessor Islamische Theologie und Religionspädagogik an der PH Karlsruhe, Projektbeirat für den islamischen Religionsunterricht BW 

Beiträge:

Koranverse an der Tafel - Ein Blick in ein Düsseldorfer Klassenzimmer und den islamischen Religionsunterricht (Christian Erll) 

Wer bestimmt den Lehrplan? In Hessen beklagen sich Lehrerinnen und Lehrer über den schulischen Einfluss des Islamverbands DITIB (Ludger Fittkau)


Eine Sendung mit Hörerbeteiligung: 00800 – 44 64 44 64
Sowie unter campus@deutschlandfunk.de und auf facebook.de/deutschlandfunk

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