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Schutz für das SmartphoneHülle, Folie, Versicherung

Schutzhüllen, Folien oder Versicherungspolicen - man kann alles Mögliche kaufen, um sein Smartphone zu schützen. Was tatsächlich hilft, hängt aber unter anderem davon ab, wie das Gerät genutzt wird. Und bei jedem Schutz gibt es auch Einschränkungen.

Von Philip Banse

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Ein schwarzes Mobiltelefon liegt mit zersplittertem Display auf dem Boden. (dpa / picture alliance / Peer Grimm)
Passiert ziemlich schnell, kann man mit dem richtigen Schutz aber verhindern: "Spider-App" (dpa / picture alliance / Peer Grimm)
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Display kaputt – das dürfte mit Abstand der häufigste Schaden an Smartphones sein. Wer dem schon beim Kauf entgegenwirken möchte, sollte sich fragen:

"Wie ist das Display am Rand eingefasst? Bei einigen Smartphones ist es ja üblich, dass der Rand sehr dünn ist und dass das Display bis an den Rand des Gehäuses geht, dass da außen keine Metalleinfassung ist, kein Kunststoff drum herum. Das ist natürlich ein Risikofaktor", sagt Bernd Theiß, Leiter des Test-Labors der Fachzeitschrift "connect". Sein Leitsatz für fürsorgliche Smartphone-Besitzer daher:

"Prinzipiell ist es schon mal besser, eine Hülle zu nehmen als keine. Hüllen aus Gummi sind von den Dämpfungseigenschaften meist etwas besser als starre Hüllen, haben allerdings den Nachteil, dass sie mit der Zeit ausleiern können."

Schutzfolie hilft gegen Displaykratzer

Doch auch bei Smartphones in einer Schutzhülle kann das Display zerkratzen, etwa durch den Schlüssel in der Tasche.

"Es gibt Displays, die Gorillaglas haben, die sind in der Regel recht kratzunempfindlich. Eine andere Möglichkeit ist natürlich, dass man eine Displayschutzfolie davor tut. Da gibt es auch Glasfolien, die sehr unempfindlich sind. Zudem kann man so eine Displayschutzfolie, wenn sie zu zerkratzt ist, wieder abziehen und gegen eine neue austauschen."

Allerdings kann je nach Folie die Touch-Bedienung leiden.

Viel Gefahr droht Smartphones auch durch Feuchtigkeit:

"Feuchtigkeit ist für viele Smartphones von vornherein tödlich, da schützt Sie auch keine Garantie – es sei denn, Sie kaufen eines der wenigen spritzwassergeschützen Smartphones, die beispielweise von Sony, Samsung und Apple in den oberen Preisklassen angeboten werden."

Schutzklassen gegen Wasser und Staub

Tim Gerber von der Computerzeitschrift "c't" rät, das Feingedruckte zu lesen:

"Da gibt es auch so genannte IP-Klassen, die sind auch oft angegeben bei den Handys. Da gilt: Je höher die Zahl, desto wasserdichter ist das Ding."

Wobei die erste Ziffer IP-Klasse auch die Widerstandsfähigkeit gegen Partikel wie Staub angibt. Beispiel: Bei der Schutzklasse IP67 heißt die Ziffer 6, dass das Gerät staubdicht ist, und die Ziffer 7 verspricht "Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen".

Weil selbst trotz diverser Vorsichtsmaßnahmen Smartphones Schaden nehmen, liebäugeln viele mit einer Smartphone-Versicherung, weiß Toralf Richter vom Vergleichsportal verivox:

"Bei den Kunden, auf Verbraucherseite, gibt es ein großes Interesse an Handyversicherungen. Handyversicherungen sind beliebt."

Handyversicherungen: beliebt, aber oft mit Haken

"Wir raten ab von solchen Versicherungen", dämpft Philip Opfermann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die damit verbundenen Erwartungen. Handyversicherungen kosteten rund 10 Euro pro Monat:

"Die versprechen oft viele Leistungen, die sie nachher oft nicht halten. Da ist die Enttäuschung groß und das Geld oft weg."

Viele Kunden klagten, dass ihre Versicherungen im Schadenfall einfach nicht zahlten oder sehr wenig.

"Es sind nämlich einige Fallstricke drin. Zum Beispiel wird oft eine Selbstbeteiligung im Schadenfall verlangt. Es wird auch nicht der Neupreis bezahlt, wenn das Handy zum Beispiel zerstört oder entwendet wird. Es wird nur das bezahlt, was das Handy noch wert ist, der sogenannte Zeitwert. Selbstbeteiligung plus Zeitwert – da ist die Entschädigung schon gar nicht mehr so groß, die Police aber voll bezahlt."

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