Die Nachrichten
 

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten
 

Schwedens Biathlon-TrainerPichler kämpft gegen Olympia-Ausschluss

Der Biathlon-Trainer der Schweden, Wolfgang Pichler, beim Weltcup in Ruhpolding im Januar 2018. (imago - Ernst Wukits)
Der Biathlon-Trainer der Schweden, Wolfgang Pichler, beim Weltcup in Ruhpolding im Januar 2018. (imago - Ernst Wukits)

Der Trainer der schwedischen Biathleten, Wolfgang Pichler, kämpft gegen seinen Olympia-Ausschluss in Zusammenhang mit der russischen Staatsdoping-Affäre.

Der Deutsche war vor seiner Station in Schweden Trainer der russischen Biathletinnen. Dort war er im Jahr 2014 degradiert worden und hatte eigentlich den Ruf eines Anti-Doping-Kämpfers, weil er sich seit Jahren gegen den Einsatz der leistungssteigernden Substanzen einsetzt. Obwohl der ehemalige Leiter des Anti-Doping-Labors und Doping-Kronzeuge Rodschenkow gesagt habe, dass Pichler nicht ins Staatsdoping-System involviert war, ist er vom Internationalen Olympischen Komitee nicht für die Spiele zugelassen worden. Pichler zufolge dürfen Trainer, die in Russland mit heute suspendierten Athleten gearbeitet haben, nicht zu den Spielen nach Pyeongchang reisen.

Er sei zwar nicht namentlich vom IOC erwähnt worden, aber das schwedische Olympische Komitee werde ihn nicht melden, sagte Pichler. Trotzdem wolle er sein Team betreuen und seinen Trainer-Stab von zu Hause aus anleiten. Zudem will er den Ausschluss von einer auf Sportrecht spezialisierten Anwaltspraxis in Deutschland noch einmal rechtlich überprüfen lassen. Ehe Pichler 2011 bei den Russen anheuerte, war er schon einmal bei den Schweden tätig.

Diese Nachricht wurde am 13.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.