Seit 00:05 Uhr Fazit
 
  • Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteUmwelt und VerbraucherVolvo setzt auf Elektromobilität05.07.2017

Schwedischer AutobauerVolvo setzt auf Elektromobilität

Kehrtwende bei Volvo: Der schwedische Automobil-Hersteller stellt vom Jahr 2019 an komplett auf Elektromotoren um. Neue Modelle sollen dann nur noch elektrisch angetrieben werden, mit E-Motor oder als Hybrid. 

Von Sina Fröhndrich

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Hybrid-Modell von Volvo in einer Werkshalle (imago / belga)
Volvos Zukunft: Elektro-Motoren, ergänzt durch Hybridmodelle (imago / belga)
Mehr zum Thema

Bundesratsbeschluss Aus für Diesel und Benziner?

Förderprämie für E-Autos Minimaler Kaufanreiz für teure Technik

Automobilindustrie Zweiter Frühling für den Verbrenner

Tschüss, Diesel und Benziner, hallo Elektromotor. Der schwedische Autobauer Volvo eröffnet ein neues Kapitel in seiner Firmengeschichte. Bereits in zwei Jahren sollen neue Modelle nur noch mit einem elektrischen Antrieb vom Band laufen. Der Verbrennungsmotor wird nach und nach ersetzt. Volvos Plan: Bis 2021 fünf reine E-Autos auf den Markt bringen, ergänzt durch weitere Hybridmodelle.

Symbolhaft für den Wandel zur neuen Welt

"Das ist schon eine relativ große Kehrtwende, die Volvo jetzt ankündigt und sich schon positioniert als ein Automobilhersteller, der quasi symbolhaft für den Wandel von der alten zur neuen Welt steht", sagt Stefan Bratzel, Automobilexperte aus Bergisch-Gladbach. Volvos langfristiges Ziel: Schon in acht Jahren sollen eine Million Elektroautos verkauft werden. Tesla plant das bereits viel früher - Stefan Bratzel möchte das Verkaufsziel von einer Million trotzdem nicht relativieren.

Und: Die Kehrtwende bei Volvo werde sich auch auf deutsche Autobauer auswirken. "Das ist natürlich schon ein Signal, das wird wieder weitere Fragen aufwerfen, das wird den Druck verstärken, Volvo ist eine Art Präzedenzfall. Wobei man natürlich auch sagen muss, auch die deutschen Hersteller gehen ja 2025 davon aus, dass rund 15 bis 25 Prozent der Fahrzeuge, die sie weltweit absetzen, Elektrofahrzeuge sind", sagt Stefan Barzel.

Chinesischer Geely-Konzern als Antreiber

Trotzdem: Immer wieder spricht die deutsche Autobranche davon, wie wichtig der Diesel sei - einen Ausstieg aus dem Verbrenner - das fordern hierzulande bislang nur die Grünen. Volvo indes geht diesen Weg - und hatte schon vor ein paar Wochen angekündigt, den Diesel nicht weiterentwickeln zu wollen. Volvo-Chef Hakan Samuelsson begründet den Schwerpunkt auf E-Mobile mit Kundenwünschen. Wesentlicher Treiber dürfte aber auch der chinesische Geely-Konzern sein, der Volvo 2010 übernommen hat.

Stefan Bratzel: "Geely macht insofern Druck als chinesischer Hersteller, dass Volvo im chinesischen Markt stärker wird. In China weiß man, wird das Thema Elektromobilität aus staatlichem Druck, aus Regulationsdruck heraus sehr viel stärker gefordert werden, es wird ja eine Elektroquote in den nächsten Jahre eingesetzt, die jahrein jahraus immer höher sein wird. Da man in diesem Markt reüssieren will und viel stärker werden will, denke ich, dass das ein wichtiges Motiv ist, eben das Thema Elektromobilität voranzutreiben im Volvo-Konzern."

Noch ist nicht klar, ob Volvos Strategiewechsel aufgeht. Aber der Eigentümer Geely könnte dabei helfen – namentlich - denn Geely heißt "Glück verheißend Automobile."

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk