Politische Literatur (Archiv) / Archiv /

 

Schweres Gepäck

Flucht und Vertreibung als Lebensthema

Von Marc-Christoph Wagner

Flüchtlinge am Anhalter Bahnhof in Berlin warten auf einen Zug
Flüchtlinge am Anhalter Bahnhof in Berlin warten auf einen Zug (AP Archiv/Henry Burroughs)

<strong> Unser Schwerpunktthema heute hat einen historischen Hintergrund, beschäftigt sich mit Ereignissen, die ziemlich genau vor 60 Jahren auf die Bevölkerung Deutschlands zurückschlugen, Ereignisse, die auch Reaktion waren auf Handlungen, die ursächlich von der damaligen deutschen Führung, der deutschen Politik zu verantworten waren: Um den Zweiten Weltkrieg, um dessen Endphase 1944/’45 wird es also gehen, um dessen verheerende Folgen, um Flucht und Vertreibung, denen der DEUTSCHLANDFUNK seit Ende November vergangenen Jahres einen Programmschwerpunkt widmet. </strong>

Nun lagen auch schon Tote am Straßenrand. Ältere Menschen und Säuglinge. Es hatte wieder zu schneien begonnen, und das Elend wurde größer. Pferde brachen immer häufiger zusammen. Säuglinge starben und wurden auf Planwagen geboren. Wir hörten ständig verzweifeltes Weinen, und immer wieder diese eisige Kälte.

Das war - eigentlich will ich mich gar nicht daran erinnern - meine Großmutter fuhr mit uns. 80 Jahre war sie alt. Zwei Wochen dauerte die Fahrt, das war eine einzige Marter.
Deutsch-Eylau, dort war der Grenzübergang nach Ostpreußen. Dort wurden wir alle von den Russen buchstäblich gefilzt. Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten liefen herum. Immer drei von ihnen stellten sich vor der Schiebtür eines Waggons auf. Rauskommen. Alle mussten raus. Immer wieder. Selbst unsere alte Großmutter, die sich nur noch mit Mühe bewegen konnte. Und ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass sie dann auch viele Menschen mitgenommen haben mit all ihrem Gepäck, angeblich, war mit ihren Papieren irgendetwas nicht in Ordnung.


Aus den Erinnerungen zweier Zeitzeuginnen, damals Kinder, junge Mädchen. Die eine - Deutsche, die zweite - Polin. Was sie, was ihre Völker damals trennte, war der Krieg, war Feindschaft. Aber: Beide waren auf der Flucht. Vertrieben zu werden, flüchten zu müssen - das machte sie gewissermaßen zu Leidensgenossinnen wider Willen. - "Schweres Gepäck: Flucht und Vertreibung als Lebensthema" - dieser Titel aus der Feder der Publizistin Helga Hirsch befasst sich ebenso mit diesem Aspekt wie der Autor Klaus Hemmo. "Der weite Weg nach Europa - Die Deutschen und ihre Nachbarn" haben ihn interessiert. - Bernadetta Nitschke schließlich hat versucht, den historischen Vorgang selbst wissenschaftlich auszuloten: "Vertreibung und Aussiedlung der deutschen Bevölkerung aus Polen 1945 bis 1949" - so ist ihre Arbeit überschrieben, mit der Marc-Christoph Wagner seine Sammelrezension beginnt:

Was ist das für ein intellektuelles Feuerwerk, welches den Leser auf den knapp 400 Seiten erwartet! Selten ist ein so schwieriges, konfliktträchtiges und emotionales Thema derart anschaulich dargestellt worden – und in der Tat stellt sich die Frage, was den größeren Respekt verdient: die Menge an Archivmaterial, das die Autorin Bernadetta Nitschke gesichtet und ans Tageslicht gebracht hat, oder dessen klare Strukturierung, die neben den wissenschaftlichen Anforderungen stets auch die Bedürfnisse des Lesers respektiert? Niemand, der sich für das deutsch-polnische Verhältnis seit dem Zweiten Weltkrieg interessiert, wird an diesem Buch vorbeikommen.

Bereits während des Krieges machten sich die Alliierten Gedanken über das künftige Nebeneinander von Deutschen und Polen bzw. Deutschen und Tschechen. Trotz moralischer Bedenken, die vor allem der britische Premierminister Winston Churchill auf der Konferenz von Jalta artikulierte, sah man zur klaren Trennung der Volksgruppen keine Alternative. Dabei, pointiert Nitschke, griff man auf vermeintlich positive Erfahrungen zurück, die man nur wenige Jahrzehnte zuvor auf dem Balkan sowie zwischen der Türkei und Griechenland gemacht hatte, ohne allerdings deren Tragweite vollständig zu begreifen.

Die Befürworter der Verschiebung von Volksgruppen im Zusammenhang mit der Änderung von Staatsgrenzen übersahen, dass die mit den Umsiedlungen verbundene Entwurzelung unvermeidlich nationalistische Tendenzen fördern musste. Große Menschenmassen, die aus ihrer bisherigen Umgebung herausgerissen und der vielfältigen Bindungen beraubt wurden, die den Platz eines Menschen in seiner Umwelt bestimmen, empfingen im Gegenzug als einziges Äquivalent die Bindung an die Nation. Selbst wenn früher die nationale Identifikation weit weniger wichtig gewesen war als das Gefühl nachbarschaftlicher, beruflicher oder politischer Zusammengehörigkeit, wurde dieser nationalen Identifikation durch die Umsiedlung eine übergeordnete Bedeutung verliehen.

Bei allen moralischen Bedenken zumindest seitens der westlichen Alliierten - welche realistische Alternative zur räumlichen Trennung war den Verantwortlichen nach Jahren von Gewalt, Krieg und Unterdrückung seitens der Deutschen gegeben? Ein 1944 verfasstes Dokument der polnischen Exilregierung zeigt, wie schwierig ein Miteinander der beiden Volksgruppen nach dem Ende des Krieges werden würde:

Das polnische Volk kämpft nicht nur mit dem Faschismus, der für uns lediglich eine der Ausdrucksformen der ewigen deutschen Gier ist, das Leben anderer Völker zu vernichten, sondern auch mit dem ganzen deutschen Volk, das gebrochen und endgültig geschwächt werden muss, dass es ein für allemal aufhört, eine Gefahr für andere zu sein.

Wäre es im Anschluss an die Kapitulation der Deutschen allein nach der polnischen Regierung gegangen – sie hätte sich der schätzungsweise 3,6 Millionen im Land verblieben Deutschen wohl am liebsten mit einem Schlag entledigt. Einem derartigen Massenexodus über Oder und Neiße aber widersetzte sich die britische Regierung. Das vom Krieg gezeichnete Deutschland könne eine solch hohe Zahl von Flüchtlingen keinesfalls ernähren. Notgedrungen mussten die polnischen Behörden die Existenz einer deutschen Minderheit im Lande akzeptieren und Wege finden, zumindest ein vorübergehendes Nebeneinander von Deutschen und Polen zu organisieren.

Versucht man eine generelle Entwicklungslinie zu zeichnen, so fällt auf, dass die lokale Willkür gegenüber den Deutschen zunehmend von einer organisierten Politik abgelöst wurde – und zwar in dem Maße, in dem sich die staatlichen Strukturen Polens zu festigen begannen. Zwar war die polnische Regierung nach wie vor darauf bedacht, so viele Deutsche wie irgend möglich zu "transferieren", nicht zuletzt die Rücksicht auf das internationale Renommee des Landes aber brachte im Einzelfall so manche Erleichterung. Und, so zynisch es auch klingen mag, nach und nach erhielt die Aussiedlungspolitik – aus polnischer Sicht – immer rationalere Züge:

Man wollte die Deutschen bis zu ihrer Aussiedlung hauptsächlich als Arbeitskräfte einsetzen. Der Alten, Kranken, Kinder und der Frauen, die schwanger waren oder kleine Kinder versorgen mussten, wollte man sich dagegen vorrangig entledigen. Sie stellten nach Meinung der Verwaltungen ein "nicht vollwertiges Element" dar und waren nur eine soziale Belastung.

Die Zwangsaussiedlungen und späteren Ausreisen der Deutschen lassen sich Nitschke zufolge in drei Phasen untergliedern. Die erste von 1945 bis 1949 ist vom Gedanken der vollständigen Vertreibung geprägt. Unter dem Eindruck oft willkürlicher Gewalt verlassen nahezu 90 Prozent der am Ende des Krieges in Polen verbliebenen Deutschen in dieser Zeit das Land. Zwischen 1950 und 1956, der zweiten Phase, versuchen die polnischen Behörden, dringend benötigte Fachkräfte von einem Verbleib im Lande zu überzeugen sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der übrig gebliebenen deutschen Bevölkerung zu regeln. Mit geringem Erfolg – zahlreiche amtliche Dokumente belegen für diesen Zeitraum die "Passivität" und "Isolation" der deutschen Bevölkerung sowie deren Hoffnung auf ein baldiges Verlassen des Landes. Nach 1956 schließlich erhalten die in Polen verbliebenen Deutschen den Status einer Minderheit – mit eigenen Schulen, Zeitungen und Vereinen. Bereits Anfang der sechziger Jahre aber müssen viele dieser Institutionen schon wieder geschlossen werden, da der verbliebene Personenkreis einfach zu klein geworden ist.


Nach der Lektüre dieser ebenso kenntnis- wie faktenreichen Studie ist man gegen Laues gefeit. Und obwohl die Bücher von Helga Hirsch "Schweres Gepäck. Flucht und Vertreibung als Lebensthema" sowie Klaus Hemmos "Der weite Weg nach Europa. Die Deutschen und ihre slawischen Nachbarn" in vielerlei Hinsicht als interessante Ergänzung zu Bernadetta Nitschkes Arbeit gelesen werden können, wird man den Beigeschmack des Seichten in beiden Fällen nicht los.

Das gilt insbesondere für die Studie von Helga Hirsch, die sich mit Flucht und Vertreibung als biographische Erfahrung beschäftigt. Der Autorin geht es dabei weniger um die Betroffenen selbst, als vielmehr um die Überlieferung des Heimatverlustes sowie die Spuren, die diese Zäsur innerhalb der Familie und bei nachfolgenden Generationen hinterlassen hat. Viel zu lange, so Hirsch, sei die Bedeutung dieses Themas unterschätzt, viel zu lange sei es tabuisiert und den Vertriebenen ein offener Dialog darüber verwehrt worden. Gerade mit ihrer eigenen, der sogenannten "68er"-Generation geht Hirsch in diesem Zusammenhang scharf ins Gericht:

Ja – es mag vor allem unser Problem sein, das Problem der zweiten Generation, die wir die Eltern in den sechziger und siebziger Jahren als Ewiggestrige und Entspannungsfeinde stigmatisierten. Die wir von ihren tragischen Erlebnissen nichts mehr hören wollten, weil wir sofort deren Instrumentalisierung für eine Politik des Revanchismus unterstellten. Mag sein, dass wir etwas wiedergutmachen wollen, weil wir die Älteren ins Schweigen oder in kleine Zirkel trieben, in denen sie sich verschlossen, anstatt sich zu öffnen. Aber es ist auch das Problem der gesamten deutschen Gesellschaft, deren Wissen über die Schicksale jeder fünften Familie unserer Bevölkerung marginal ist und die in ihrer Mehrheit glaubte, die Trauer dieser Menschen über den Verlust ihrer Heimat mit dem Verweis auf die Schuld des NS-Regimes unterdrücken zu müssen.

Helga Hirsch selbst ist diese Konstellation vertraut. Wie sie in der Einleitung des Buches berichtet, hat sie mit dem eigenen Vater nie über dessen Breslauer Vergangenheit sprechen können und erst nach seinem Tod Einzelheiten über dessen Kindheits- und Jugendjahre erfahren. Gerade die Nähe zum Thema aber ist es, die dem Buch stellenweise zum Nachteil gerät. So interessant die einzelnen Portraits von Vertriebenen-Nachfahren auch zu lesen sind, so sind die immer wieder durchscheinende Empathie und prononcierte Betroffenheit der Autorin schließlich nur noch mühsam hinzunehmen:

Wer sich – wie die Vertriebenenkinder in diesem Buch – auch mit den Zeiten von Demütigungen und Niederlagen in den Familienbiographien auseinandersetzt, drückt sich nicht vor der besonderen Verantwortung, die weiter auf den Deutschen aufgrund ihrer Geschichte lastet. Aber er versteht endlich die Vielschichtigkeit des Erbes, das ihn an die Vergangenheit binde, und er vermag Verhaltensmuster in den Familien zu deuten, die ihm bis dahin oft unverständlich blieben, selbst wenn sie ihn trieben. In dieser Bewusstwerdung liegt letztlich die einzige Möglichkeit, unsere Gefährdungen, aber auch unsere Chancen zu erkennen und die Lösung im Dialog zu suchen: mit uns selbst und unseren Nachbarn.

Gewiss, auch in Hirschs abschließenden Reflektionen "Das Erbe tragen wir in uns" findet sich manch interessante Beobachtung – beispielsweise, dass Vertriebenenkinder oftmals in einem verzwickten Spannungsfeld aufwuchsen. Passten sich die Kinder dem neuen Lebensumfeld zu sehr an, spürten sie gegenüber den eigenen Eltern eine Art Verrat, blieben diese der eigenen Heimat doch vielfach verhaftet und in der neuen Umgebung fremd. Auch hier aber findet sich mancher Widerspruch, der die Aussagekraft des Textes untergräbt. Kann Hirsch auf der einen Seite belegen, dass Vertriebene kaum je in gesellschaftliche Spitzenpositionen gelangten, weil sie sich nicht noch einmal exponieren wollten, wird nur wenige Seiten später der besondere Eifer der ehemaligen Flüchtlinge erklärt. Zweifellos: Die Autorin fühlt sich ihren Gesprächspartnern und Schicksalsgenossen verbunden. Doch hätten diese gerade deshalb eine größere Distanz verdient.

Die Skala der unblutigen und blutigen Konflikte reicht von den Kämpfen des Deutschen Ordens gegen Pruzzen, Polen und Litauer und der Zerschlagung der tschechischen Hussitenbewegung über die Liquidierung des böhmischen Staates im Mittelalter und der polnischen Adelsrepublik im 18. Jahrhundert bis zu den polnischen Aufständen in Oberschlesien nach dem Ersten Weltkrieg und der Umsetzung des Münchner Abkommens am Vorabend des Zweitens Weltkrieges. Ursache für die so immer wieder geweckten Befürchtungen unserer slawischen Nachbarn ist nicht allein die Erinnerung an ein oder zwei historische Ereignisse, so verheerend sie auch gewirkt haben mögen, sondern die Summe ihrer traumatischen Erfahrungen aus allen Konflikten mit "den Deutschen" in den vergangenen Jahrhunderten.

Diese beiden Sätze bringen das Anliegen des jüngsten Buches von Klaus Hemmo auf den Punkt. Der selbst aus der deutsch-sorbischen Lausitz stammende Autor möchte das Verhältnis der Deutschen zu ihren slawischen Nachbarn aus der alleinigen Fixierung auf die Epoche des Zweiten Weltkrieges lösen. In neun schwungvoll geschriebenen Studien widmet er sich unterschiedlichen Kapiteln deutsch-polnischer, deutsch-tschechischer und deutsch-sorbischer Geschichte – ein Unterfangen, welches nicht erst im Lichte des jüngsten EU-Beitrittes Polens und Tschechiens als löblich und sinnvoll bezeichnet werden muss.

So sympathisch das Anliegen und so interessant manches Detail aber auch sein mag, letztendlich stellt sich die Frage, ob dieser Ansatz mehr sein kann als ein Supplement. Hemmo kommt am Ende seiner Arbeit schließlich auch auf die Diskussion um die Errichtung eines "Zentrums gegen Vertreibungen" in Berlin zu sprechen, von dem er sich nachdrücklich distanziert.

Oft wird auf die etwa anderthalb Millionen Menschen verwiesen, die während der Zwangsaussiedlung und Flucht der Ost- und Sudetendeutschen ermordet oder Opfer der Entbehrungen wurden. Aber was sind – bei allem Respekt und tiefen Bedauern – 1,5 Millionen gegen die anderen 58,5 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges, den die Mehrheit der Deutschen, auch die der Vertriebenen, zu verantworten hat? Aus der Heimat vertrieben zu werden ist hart, aber das Leben oder die Gesundheit zu verlieren, ist schlimmer.

Klaus Hemmo ist sich der Millionen Slawen, die dem Terror der Deutschen während des Zweiten Weltkrieges zum Opfer fielen, bewusst, doch sie sind nicht sein Thema. Eine solche Ausgrenzung ist selbstverständlich legitim; und zweifellos eröffnen diese kenntnisreichen Studien neue Perspektiven auf das Verhältnis von uns Deutschen zu unseren östlichen Nachbarn. Bei allem Lob aber sei die Frage erlaubt, ob die Nichtbeachtung des Zweiten Weltkrieges in diesem Buch tatsächlich sinnvoll ist. Denn wie der Titel besagt, geht es dem Autor nicht zuletzt um das Miteinander von Deutschen und Slawen im heutigen Europa. Und aus dieser Perspektive kommt man um die Verbrechen des 20. Jahrhunderts nicht herum. Ob bei Polen, Tschechen oder Sorben: drei weitere Kapitel explizit über den Krieg und seine Folgen – gerade aus der Feder Klaus Hemmos hätte man solche zusätzlichen Seiten gerne gelesen.

Marc-Christoph Wagner rezensierte: Klaus Hemmo: "Der weite Weg nach Europa - Die Deutschen und ihre Nachbarn." Erschienen im Verlag Artemis und Winkler, Düsseldorf. 232 Seiten - für 19 Euro 90. Dann: Helga Hirsch: "Schweres Gepäck - Flucht und Vertreibung als Lebensthema." Edition Körber / Hamburg. 257 Seiten zum Preis von 14 Euro. - Und schließlich: Bernadetta Nitschke: Vertreibung und Aussiedlung der deutschen Bevölkerung aus Polen 1945 - 1949." Der Band ist bei Oldenbourg in München erschienen, hat 392 Seiten und kostet 24 Euro 80.

Bernadetta Nitschke Vertreibung und Aussiedlung der
(Hrsg.): der deutschen Bevölkerung aus Polen
1945 - 1949.
Verlag Oldenbourg, München, 2004,
392 S.; EUR 24,80

Klaus Hemmo: Der weite Weg nach Europa - Die Deutschen und ihre Nachbarn.
Verlag Artemis & Winkler, Düsseldorf, 2004, 232 S.; EUR 19,90

Helga Hirsch: Schweres Gepäck - Flucht und Vertreibung als Lebensthema.
Edition Körber, Hamburg, 2004,
257 S.; EUR 14,00

Andruck

Michel FoucaultDie Regierung der Lebenden

SchleuserKrimineller Menschenhandel oder Fluchthilfe?

Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan bei ihrer Ankunft in der griechischen Hafenstadt Pylos.

Vor allem Flüchtlinge aus Syrien sind auf Fluchthelfer angewiesen. Wo ist die Grenze zwischen kriminellem Menschenhandel und moralisch gebotener Unterstützung? Der Fernsehjournalist Stefan Buchen hat ein Buch über diese knifflige Frage geschrieben. Ausgangspunkt seiner Recherchen: ein konkreter Fall in Nordrhein-Westfalen.

Kindheit in Afghanistan Ein Leben auf der Flucht

Blick in politische Blogs und Zeitschriften Das "Philosophie Magazin"

Andreas Heusler"Lion Feuchtwanger: Münchner - Emigrant - Weltbürger"

Neues Buch über Angela Merkel Zurückhaltung als Taktik

Angela Merkel - aufgenommen am 28. Mai 2014 im Deutschen Historischen Museum

An Büchern über Angela Merkel mangelt es inzwischen ganz und gar nicht. Nun legt der "Spiegel"-Journalist Dirk Kurbjuweit ein weiteres auf den Stapel. In "Alternativlos" muss sich nicht nur die Kanzlerin Kritik gefallen lassen, sondern auch wir, die Bürger dieses Landes.

 

Literatur

SchleuserKrimineller Menschenhandel oder Fluchthilfe?

November 1963: Der Westberliner Fluchthelfer Klaus-Michael von Keussler beim Tunnelbau unter der Berliner Mauer.

Vor allem Flüchtlinge aus Syrien sind auf Fluchthelfer angewiesen. Wo ist die Grenze zwischen kriminellem Menschenhandel und moralisch gebotener Unterstützung? Der Fernsehjournalist Stefan Buchen hat ein Buch über diese knifflige Frage geschrieben. Ausgangspunkt seiner Recherchen: ein konkreter Fall in Nordrhein-Westfalen.

100. Geburtstag Erinnerungen an Krystyna Żywulska

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

Sie war Holocaust-Überlebende und Verfasserin des ersten Auschwitz-Berichts, erfolgreiche Satirikerin und Malerin. Das Leben der am 1. September 1914 geborenen polnisch-jüdischen Schriftstellerin Krystyna Żywulska gleicht einem Roman. Die Kölner Autorin Liane Dirks war eine enge Freundin Żywulskas und erinnert an die ungewöhnliche Frau.

ZeitUtopien funktionieren nicht ohne Vergangenheit

Kirchturmuhr der Sankt Cosmas Kirche in Kaufbeuren

Unsere Kultur sei geprägt von der Ausrichtung auf die Vergangenheit und einer Vision auf die Zukunft, sagt die Literaturwissenschaftlerin und Anglistin Aleida Assmann. Ihr neues Buch "Ist die Zeit aus den Fugen?" ist ein Parforceritt durch Philosophie-, Kultur und Sozialgeschichte.