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StartseiteAus Kultur- und SozialwissenschaftenSchwerpunktthema: Eine Schule für alle07.02.2013

Schwerpunktthema: Eine Schule für alle

Ein Bericht über die Studienkonferenz zu Inklusion und Begabung an der Thomas-Morus-Akademie, Bensberg

In einer gemeinsamen Schule für alle sollen Kinder mit und ohne Behinderung unterrichtet werden, so will es die UN-Menschenrechtskommission. Studien zeigen, dass sich in einem inklusiven Lernumfeld neben kognitiven Lerneffekten vor allem die sozialen Kompetenzen verbessern.

Von Ulrike Burgwinkel

Alle Kinder sollen gemeinsam lernen. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
Alle Kinder sollen gemeinsam lernen. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

In einer gemeinsamen Schule für alle sollen Kinder mit und ohne Behinderung unterrichtet werden, so will es die UN-Menschenrechtskommission. Studien zeigen, dass sich in einem inklusiven Lernumfeld neben kognitiven Lerneffekten vor allem die sozialen Kompetenzen verbessern.

Kann inklusive Talentförderung funktionieren? Eindeutige Antworten auf diese Frage oder konkrete Handlungsanweisungen gibt es nicht. Stattdessen reichlich Diskussionsbedarf, Probleme, Lösungsansätze und Visionen. Vier Worte beschreiben das Dilemma treffsicher: Im Prinzip ja, aber. Inklusion gilt als wünschenswert und ist politisch gewollt.

Aber an der Umsetzung und auch der Zustimmung mancher Bürger hapert es. Aufklärung tut not. Wer einen veränderten Blickwinkel auf Begabung und Inklusion einfordert, muss nicht gleich von einem Paradigmenwechsel sprechen.

"Hochbegabung wird traditionell sehr eng mit dem hohen Intelligenzquotienten verknüpft."

Die Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Weigand ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

"Letztlich ist dieser Hochbegabungsbegriff überwunden oder aufgehoben in einem allgemeineren Begabungsbegriff, was nicht heißt, dass hochbegabte Kinder und Jugendliche nicht mehr wahrgenommen würden, sondern eher in der Richtung, dass alle Kinder und Jugendliche Begabungen haben, und jeder ein Recht hat auf besondere Förderung und Unterstützungsmaßnahmen. Besondere Begabungen sind überdurchschnittliche Begabungen. Es gibt in allen Bereichen Kinder, die über dem Durchschnitt sind: also im sportlichen Bereich, im intellektuellen Bereich, im musischen Bereich, im sprachlichen Bereich."

Dem Gründer und Leiter der Hamburger Beratungsstelle für besondere Begabungen, dem Psychologen Dr. Helmut Quitmann, liegt vor allem an der Entdeckung und Förderung dieser unterschiedlichen Kompetenzen:

"Wir haben jetzt 15 Jahre intensive Begabtenförderung hinter uns, wo die Gesellschaft auch dafür gewonnen werden konnte, dass das ein wichtiges Thema ist. Das ist jetzt ein bisschen in den Hintergrund geraten durch die Inklusion, aber aus diesen 15 Jahren kann man schon sagen, dass, wenn man den Fokus auf die besonderen Fähigkeiten richtet, das hat natürlich einen Effekt. Man kann umgekehrt sagen: Ein Potenzial, das nicht entdeckt und gefördert wird, entwickelt sich nicht von alleine."

Quitmann spricht vorsichtig von einer "Delle" in der Förderung der überdurchschnittlich begabten Kinder und Jugendlichen, fordert aber gleiches Recht für alle.

"Gleiches Recht heißt, dass alle Beteiligten, also Eltern, Lehrkräfte und natürlich auch das Kind selber kooperieren müssen, herausfinden, wo sind die besonderen Fähigkeiten und die sind insofern gleich, als dass alle Kinder dann einen Anspruch haben, dass ihre speziellen Fähigkeiten weiterentwickelt werden. Das heißt, die Fähigkeiten sind unterschiedlich, aber der Anspruch, dass das gefördert wird, ist gleich."

Paradox und unglaublich scheint dagegen die Wirklichkeit. Im Extremfall könne für ein in den Naturwissenschaften hochbegabtes Kind nur dann ein Förderantrag gestellt werden, wenn diese Hochbegabung als Behinderung eingestuft würde. Das ginge leichter durch die Instanzen. Das sei einfach nur absurd, so Quitmann. Gabriele Weigand dazu.

"Manche Eltern, manche Lehrkräfte, in der Bevölkerung wird es immer wieder so gesehen, als sei Hochbegabung durchaus auch eine Behinderung. Ich denke, es ist eine Chance. Es wird zu einer Behinderung, wenn sie nicht wahrgenommen wird und wenn dann diese Kinder und Jugendlichen Schwierigkeiten bekommen, mit ihrem Leben nicht zurecht kommen und ihrer Umgebung Sorgen machen und Probleme bereiten."

Der gemeinsame Unterricht könnte im Idealfall wirklich alle vorwärts bringen.

"Wenn wir die Inklusion ernst nehmen, dann heißt das, dass wir nicht nur Menschen mit einem besonderen Förderbedarf ins Auge fassen und inkludieren in das Regelsystem, sondern dass wir alle Menschen in einem System sehen, und ihnen die besonderen Förderungen zugutekommen lassen."

Das hieße, auf Kompetenzgerangel und Deutungshoheiten zu verzichten, Ängste abzubauen bei Eltern, die für ihre Kinder das Beste wollen und die Erzieherinnen und Lehrer auf ihre schwierige Aufgabe besser vorzubereiten. Letzteres sei in der Lehrerausbildung in Baden-Württemberg, dem einzigen Land, das die Pädagogischen Hochschulen beibehalten hat, längst angekommen. Vor allem die Weiterbildung der schon länger im Schuldienst Arbeitenden sei von besonderer Bedeutung, so Weigand, damit diese den neuen Herausforderungen, die sich mit der Inklusion stellen, gewachsen seien.

"Einmal geht es um Hochbegabung und zum anderen geht es um Inklusion."

Die Stimme aus der Praxis: Der Emsdettener Lehrer für Sport und Deutsch Wilfried Beckwermert arbeitet jetzt als ausgebildeter Berater für Schulen, die sich dem gemeinsamen Unterricht hoch-, normal- und minderbegabter Kinder verschrieben haben.

"Inklusion ist jetzt in aller Munde, wenn man Inklusion im Sport macht und hätte, so die landläufige Vorstellung, man hätte eine Turnhalle, in der spielt die Bundesliga Handball und dann gibt es die A-Jugend, die abgucken kann, weil sie dann besser werden dadurch, aber da gibt es auch die Amateure, die dann Angst haben vor den harten Bällen. Dann kann Inklusion nicht funktionieren. Das war so ein Bild, als ich zum ersten Mal von Inklusion hörte, abgesehen davon, dass ich dachte: Ah, includere, man muss sie jetzt einschließen."

Solch ein Training ginge nicht in der gleichen Sporthalle, soweit ist die Argumentation augenfällig; allerdings käme, so Beckwermert, eine weitere Problematik hinzu, die nicht nur jedem Sportlehrer bekannt sein dürfte: Leistungsvermögen und Leistungswille gehen nicht unbedingt Hand in Hand. Manche können und wollen, manche können, wollen aber nicht und manche können ganz einfach nicht. Idealerweise muss man aber allen gerecht werden im Unterricht.

"Dazu bedarf es eines Paradigmenwechsels, anders zu denken. Man muss probieren, die Stärken der Menschen, mit denen man arbeitet- Jugendliche, Sportler und Schüler- zu finden, mit diesen Stärken entsprechend Methoden zu entwickeln, dass man sie ausprägen kann. Und das kann auf verschiedenen Ebenen sein. Ich glaube nicht, dass es gelingen kann, dass eine Schule alles leisten kann, ich glaube auch nicht, dass jeder Lehrer alles können muss, sondern da braucht man Spezialisten. Und wenn die zusammenarbeiten, dann kann Inklusion gelingen. Aber die Bedingungen sind im Augenblick noch nicht so, aber daran arbeiten wir."

Es wird in einigen Bundesländern weiterhin Schwerpunktschulen für spezielle Behinderungen geben, allerdings sind viele Sonder- und Förderschulen schon in der Abwicklung, bevor die Regelschulen sich auf das neue System, das andersartige Konzept umgestellt haben. Die nordrheinwestfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann spricht in diesem Zusammenhang von einem Generationenprojekt und warnt vor überzogenen Erwartungen. Im Übrigen kämpfen die Bildungsminister aller Länder um weitere finanzielle Mittel vom Bund, damit sie trotz leerer Kassen das Generationenprojekt "Inklusion" ohne all zu große Reibungsverluste umsetzen können. Das durch die Föderalismusreform 2006 ins Grundgesetz übernommene Kooperationsverbot, das dem Bund dauerhafte Investitionen in die Bildung untersagt, muss dabei geschickt auf Schlupflöcher untersucht werden. Ob diese Suche zum Erfolg führt, ist derzeit nicht absehbar. Im Moment also heißt es: Jeder arbeitet mit dem, was er hat, so gut, wie er kann. Und manche Dinge kosten auch gar kein Geld. Wilfried Beckwermert.

"Wenn wir es schaffen, als Menschen, als Lehrer, als Trainer, als Eltern, die Menschen, mit denen wir arbeiten, ist egal, wie alt sie sind, zu sehen, zu achten, und zu beachten, dann beginnt es, dass das Lernen einfach Spaß macht und vor allen Dingen gut wird und erfolgreich wird."

Ein solches Verhalten sollte selbstverständlich sein. Die Tatsache, dass dezidiert und häufig auf diese "weichen" Faktoren in der Erziehung hingewiesen wird, lässt ein Fehlen dieser Haltung im Schulalltag vermuten.

"Es ist sinnvoller, es so zu machen, dass man als Persönlichkeitsentwicklung das sieht. Persönlichkeitsentwicklung im kognitiven Bereich, im Verhaltensbereich, im sozialen Bereich und im Umgang, menschlichen Bereich und das heißt, man nimmt von den Menschen, die man mag, eher etwas an, als die man ablehnt. Daran arbeiten wir, dass es um Achtung geht. "

"Die pädagogische Haltung, die dafür notwendig ist, ist zunächst, jeden Mensch so anzunehmen, wie er ist, auf Augenhöhe zu agieren, nicht zu denken: Ich weiß alles besser als ein Anderer, sondern zu sagen: Gemeinsam können wir es schaffen. "

Als äußerst gelungen kann man das Konzept des Montessori-Kinderhauses und Familienzentrums in Gießen bezeichnen. Lange Wartelisten zeugen davon, dass auch die Eltern diese inklusive Institution überaus schätzen. Das liegt nicht nur, aber vor allem an der couragierten und zupackenden Leiterin des Zentrums, Mechtild von Niebelschütz:

"Dabei ist es notwendig, das Kind sehr genau zu beobachten, damit ich die Stärken, die Fähigkeiten dieses Kindes sehe, die Familie dabei in den Blick nehme und zu gucken: was kann die Familie dazu beitragen, wo braucht sie vielleicht Unterstützung, damit sie ihr Familiensystem leben kann und neugierig zu sein auf das Neue, was auf uns zukommt."

Das Besondere am Gießener Konzept ist die Aufnahme der gesamten Familie. 1991 begann Mechtild von Niebelschütz ihr Projekt. Harte Arbeit und reichlich Mut brauchte es, das Konzept durchzusetzen: besonders begabte Kinder mit behinderten und nichtbehinderten sowie ihren jeweiligen Familien zusammenzubringen.

"Als wir das erste Kind aufgenommen haben, mit einer massiven Behinderung, was im Rollstuhl saß, nicht alleine essen konnte, war es Neuland. Ein erstes Kind mit einer Hochbegabung ist Neuland, ein erstes Kind, das aus China kommt, ist Neuland. Und mit jedem Neuland begibt man sich auf eine Reise, und ich glaube, die Bereicherung, die wir mit jedem Kind und mit jeder Familie erfahren, die trägt dann auch dazu bei, dass es mit jedem neuen weiteren Kind viel leichter wird, weil man auf Erfahrungen zurückgreifen kann und sagen: ach ja, eine Hörbehinderung hatten wir schon mal, da kennen wir uns inzwischen aus, eine Körperbehinderung, hatten wir schon mal, kennen wir uns inzwischen aus, Hochbegabung, ja, kennen wir uns auch aus. Und wenn wir uns nicht auskennen, dann müssen die Eltern als Experten ihrer Kinder einfach mit ins Boot und müssen uns sagen, wie's geht."

Möglichst homogene Lerngruppen, wie sie oft von Pädagogen und auch Eltern zur maximalen Leistungsförderung bevorzugt wurden und werden, zum Beispiel bei Spezialgymnasien für angehende Leistungssportler oder bei den Förderklassen für Hochbegabte, die in Regelschulen angeboten werden, sind beim inklusiven Lernkonzept nicht erwünscht. Heterogenität ist entscheidend. Denn möglicherweise profitieren hochbegabte Kinder vom "big-fish-little-pond"-System. Dieses besagt, dass ein Einzelner mit einer herausragenden Begabung sich am besten unter ganz normalen Umständen mit ganz normalen Menschen entwickeln und behaupten kann. Schwieriger wird es für den großen Fisch, wenn er mit vielen anderen großen Fischen zusammenkommt. Konkurrenz und Leistungsdruck sind für manches Kind oder manchen Jugendlichen mit einer besonderen Begabung schwierig zu bewältigen. Deswegen werden Vielfalt und Divergenz groß geschrieben im Gießener Montessori-Kinderhaus. Mechtild von Niebelschütz:

"Je größer die Divergenz, umso leichter gelingt die Inklusion. Die Divergenz gibt es sowohl bei den Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen professionellen Herkünften als auch bei den Kindern von schwerstbehindert bis hochbegabt, als auch bei den Eltern, die aus sehr unterschiedlichen Milieus kommen, sehr unterschiedliche Hintergründe haben und was uns gleich macht, ist, dass wir in diesem Haus willkommen sind."

Das klingt für manch kritischen Zeitgenossen verdächtig nach heile Welt und Gutmenschentum; jedoch die Zahlen, die Fotos, die Erzählungen Betroffener bezeugen, dass es eine wirkliche Welt ist, die Mechtild von Niebelschütz beschreibt, wenn sie von ihrem Inklusionsparadies spricht. Von Weltfremdheit keine Spur.

"Bei uns gibt es sehr klare Regeln. Je größer die Freiheit sein soll, desto klarer müssen die Regeln sein. Die Kinder können sich im Haus nach Absprache in der Gruppe frei bewegen, wenn sie sich an die Regeln halten. Die Mitarbeiter müssen sich an Regeln halten. Wir haben ein sehr klar konstruiertes Q-M- System, das heißt, alle qualitätsrelevanten Prozesse sind klar beschrieben. Wie sieht ein Frühdienst aus, wie sieht das zuhause aus, wenn das Kind morgens kommt. Alles das muss beschrieben sein, damit es ein verlässliches Miteinander gibt."

Dass die Regeln auch eingehalten werden, dafür sorgt die Leiterin. In ihrer Einrichtung werden Kinder allerdings nur bis zum Alter von 10 Jahren betreut. Erfahrungsgemäß wird es ab der Pubertät und der wachsenden Sorge der Eltern um die berufliche Zukunft ihrer Kinder sehr viel schwerer, Inklusion als den einzig möglichen Heilsweg zu akzeptieren. Zweifelsohne ein Hemmnis, wie die Karlsruher Erziehungswissenschaftlerin Gabriele Weigand bestätigt.

"Ich würde sagen, dass es vor allem gesellschaftspolitische Risiken und Hemmnisse sind. Wenn Sie beispielsweise die Wahl in Hamburg betrachten, so war es so, dass man sich gegen eine verlängerte gemeinsame Schulzeit ausgesprochen hat und das sind vor allen Dingen diejenigen Gesellschaftsschichten, die etwas erreicht haben selbst in der Gesellschaft und sich nun gegen Bildungsaspiranten von unten abgrenzen wollen."

Im Bewusstsein der Tatsache, dass wir in Deutschland überaltern, immer weniger Kinder geboren werden, steht es außer Frage, dass wir diejenigen, die wir haben, bestmöglich fördern und fordern sollten. Überzeugungsarbeit mag da helfen, das genaue Hinschauen und das Lernen von Projekten, die tatsächlich funktionieren und sich nicht nur mit dem Etikett "Inklusion" schmücken. Im Westen der Republik muss man da etwas länger suchen und wird auch nicht unbedingt fündig, noch nicht, muss man fairerweise sagen; im Osten ist man einen großen Schritt voraus. Iris König und Katja Riebel sind Lehrerinnen an einer staatlichen Gemeinschaftsschule, der Lobdeburgschule in Jena; Riebel fungiert zusätzlich als Koordinatorin der Begabungsförderung für die Klassen 1 bis 13, in denen Kinder mit Handicap ebenso wie Kinder mit Hochbegabung und alle anderen Kinder unterrichtet werden.

"Was machen wir anders? Der Ansatz, mit allen gemeinsam zu arbeiten und sie individuell in den Blick zu bekommen, den gibt es schon sehr lange und der wird immer wieder durch neues Versuchen, neues Reflektieren, neue Dinge ausloten, neue Wege beschreiten, immer wieder neu ausprobieren.

Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Ich denke, man muss einfach probieren, man muss mutig sein, mutig, neue Wege zu gehen, mutig aber auch, zu sagen: Das lief nicht so gut, das lassen wir mal lieber bleiben."

Nie wird eine Lehrerin allein gelassen; ihr zur Seite stehen externe Fachkräfte, Schulbegleiter, Integrationshelfer.

"Bei uns gibt es die eigene Lernzeit, die freie Arbeit, es gibt einen Morgenkreis, es gibt Epochenprojekte. Alles Methoden, wo Schüler entsprechend ihrer Möglichkeiten lernen können."

"Es sind genau drei Elemente, diese Methodenvielfalt, diese strukturelle Freiheit, die wir uns geschaffen haben, indem wir nämlich das eng gesteckte 45-Minuten-Gerüst entschlackt haben, die Flex-Stunden, die es im Thüringer Lehrplan auch für andere Schulen gibt, so genutzt haben, dass wir sie in eigene Lernzeit ummünzen, die dem Schüler ein ganzes Stück Verantwortung gibt für sein eigenes Lernen, und das andere, was ich ganz wichtig finde, ist, dass wir ein breites Netzwerk geschaffen haben, und das Dritte, das sage ich jetzt aus Muttersicht, weil meine Kinder sind auch an dieser Schule, ist, dass diese Schule immer in Bewegung ist. Die ist nie fertig."

Ein funktionierendes Netzwerk mit begeisterten und flexiblen Lehrer, überzeugten Bildungspolitiker, engagierten Elternvereinen und auch Sponsoren aus der Industrie ermöglichen der Jenaer Schule diese fast schon luxuriös zu nennende Situation. Damit kann man arbeiten. Dass es viel Arbeit bedeutet, dorthin zu kommen, steht auf einem anderen Blatt.


Der lange Weg der Inklusion
Talentförderung inclusive?


Studienkonferenz zu Inklusion und Begabung
Thomas-Morus-Akademie, Bensberg

2.-3. Februar 2013

Veranstaltet vom "Zentrum für Bildung&Begabung", einer Einrichtung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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