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Seit 13:10 Uhr Themen der Woche
StartseiteDas WochenendjournalNürnberg und das Reichsparteigelände24.10.2015

Schwieriges ErbeNürnberg und das Reichsparteigelände

Es ist das größte erhaltene Ensemble nationalsozialistischer Architektur - das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Pompöse Bauten, deren Reste bis heute an die Gewaltherrschaft und den Größenwahn der Nazis erinnern. Ein Areal im Südosten der Stadt von etwa 15 Quadratkilometern.

Von Wolf Renschke

Die Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)
Die Zeppelintribüne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)

Die wohl bekanntesten Gebäude sind die Kongresshalle, größtenteils aus Ziegelstein gemauert und unvollendet, sowie die Zeppelintribüne mit der Sprecherkanzel, von der aus Hitler die Paraden abnahm und seine Reden hielt. Ein Gelände, das seit Kriegsende 1945 unterschiedlich genutzt wurde, was immer wieder auch zu kontroversen Diskussionen geführt hat. Die weiter andauern, denn viele Bauteile sind inzwischen marode - die Frage lautet nun: Was kann wie saniert werden - oder soll es einem sogenannten "kontrollierten Verfall" überlassen werden?

Die Stadt Nürnberg hat sich grundsätzlich für den Erhalt entschieden, in den konkreten Einzelheiten aber noch nicht festgelegt. Die Ergebnisse der gegenwärtig laufenden Muster-Untersuchungen werden frühestens Anfang nächsten Jahres vorliegen. Die finanziellen Schätzungen liegen bei 70 Millionen Euro. Ergänzt werden soll das Baukonzept - das bestehende "Dokumentationszentrum" ergänzend - mit einem Bildungskonzept, damit aus dem Gelände ein historischer Lernort wird.

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