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StartseiteSprechstundeDie Stiefkinder der Medizin 23.02.2016

Seltene Krankheiten Die Stiefkinder der Medizin

Manche Krankheiten sind so selten, dass nur einer unter 50.000 Menschen betroffen ist oder gar einer unter fünf Millionen. Bei derart vereinzelt auftretenden Erkrankungen halten sich die Forschungsaktivitäten eher in Grenzen. Dennoch schafft die EU für Pharmafirmen Anreize, Medikamente für diese Nischen zu entwickeln.

Medizin-Journalist Mirko Smiljanic im Gespräch mit Martin Winkelheide

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"Die Zahl seltener Krankheiten wird auf etwa 7.000 bis 8.000 geschätzt, die Zahl der Medikamente gegen seltene Krankheiten liegt bei etwa 100", sagte Medizin-Journalist Mirko Smiljanic im Deutschlandfunk.

Für eine erfolgreiche Entwicklung von Medikamenten bedürfe es dem Grundverständnis der jeweiligen Krankheit. "Für viele seltene Krankheiten steckt diese Grundlagenforschung aber noch in den Anfängen." Zudem spiele leider auch Geld eine Rolle, das sich mit neuen Medikamenten verdienen lässt. "Wer Nischenmedikamente entwickelt, verdient einfach nicht genug."

Allerdings will die EU Anreize für die Entwicklung solcher Medikamente schaffen - zum Beispiel die sogenannte Marktexklusivität. Mirko Smiljanic: "Wer Medikamente gegen seltene Erkrankungen entwickelt, kann sie zehn Jahre produzieren, ohne Gefahr zu laufen, dass ihm ein Konkurrent da in die Quere kommt. Kleinen und mittleren Pharmafirmen werden zudem die Zulassungsgebühren erlassen."

Das gesamte Gespräch können Sie ab Sendedatum sechs Monate in unserem Audio-Player nachhören.

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