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StartseiteDlf-Magazin"Wir gehen mit unserer Umwelt nicht gerade sehr pfleglich um"10.08.2017

Serie: Die landläufige Meinung"Wir gehen mit unserer Umwelt nicht gerade sehr pfleglich um"

Die Politik sollte den Menschen wieder mehr zuzutrauen, hofft Markus aus Tübingen. Dem 48-jährigen Fliesenleger bereitet auch die Umwelt Sorgen, die der Kinderkrankenschwester Tina mit Blick auf Amerika ebenfalls am Herzen liegt. Anneliese, 72-jährige Rentnerin aus Tübingen, findet, dass überall zu viel Chaos herrscht.

Von Uschi Götz

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Autos stauen sich nehmen einer Bahnstrecke in Stuttgart. (imago / Objektif)
Die Bahnpreise steigen, die Umwelt wird immer mehr belastet - das beschäftigt Menschen nicht nur in Tübingen (imago / Objektif)
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Welches sind die Dinge, von denen Sie im Alltag manchmal denken: Darum müsste sich die Politik doch mal kümmern?

Tina: "Um die Pflege. Ich finde, dass die Krankenschwestern benachteiligt sind und dort die Schere immer weiter auseinandergeht, und es immer schwieriger wird, Personal zu finden, oder es in die Schweiz abwandert."

Anneliese: "Das hängt mit der Bahn zusammen, oft mit den Fahrplänen. Das hängt damit zusammen, dass ständig alles teurer wird, dass zum Beispiel auch, ist heute in der Zeitung steht, dass die Bahnpreise auch wieder steigen nächstes Jahr. Überall ist Chaos. Dass Radfahrer fahren dürfen, wie sie wollen… müsste Politik auch manchmal eingreifen."

Markus: "Die Politik sollte ich einmal darum kümmern, den Menschen einfach wieder mehr Freiheit zu geben und auch zuzutrauen. Und nicht alles bestimmen zu wollen. Wir spüren das, wie auch das Leben unserer Kinder sehr eingegrenzt wird. Wie jetzt zum Beispiel mit der Vollzeitschule irgendwie, diese ganzen Steuererklärungen, die heute wirklich niemand mehr selber machen soll … Wie einfach viele Sachen sehr umständlich gemacht werden, die, glaube ich, einfacher sein könnten."

Haben Sie zuletzt etwas im Internet oder öffentlich geschrieben oder gepostet, und wenn ja, zu welchem Thema? Wenn nein, würden Sie das denn gerne machen?

Tina: "Nein, weil alle Einträge, die ich im Internet lese, finde ich eigentlich eher unterirdisch, und ich selber würde mich auch nicht im Internet äußern."

Anneliese: "Eher nein. Ich habe es nicht gemacht und ich würde es, glaube ich, auch nicht machen. Ich bin schon im Internet, aber ich veröffentliche da drinnen nichts. Außer WhatsApp und so."

Markus: "Nein, weil ich das Internet eigentlich sehr unpersönlich und eigentlich manchmal auch eine Plattform für Äußerungen empfinde, die einfach nicht angebracht ist. Und manchmal auch sehr unfair gegenüber den Leuten, gegen die was gepostet wird."

Welches Thema beschäftigt Sie so sehr, dass Sie Ihre Wahlentscheidung im September davon abhängig machen würden?

Tina: "Das Umweltthema. Ich finde, dass das immer weiter in den Hintergrund gerät, und durch Amerika, finde ich, immer aktueller wird. Und ich da große Gefahren sehe."

Anneliese: "Ich bin eigentlich in einer Partei und weiß eigentlich, was ich wählen sollte, und werde es wahrscheinlich auch wählen. Im Grunde haben alle ähnliche Programme. Und die Extremen würde ich nicht wählen. Je nachdem, was passiert, könnte es sein, dass ich meine Entscheidung davon abhängig mache. Also im Moment weiß ich nicht. Müsste wirklich was ganz Besonderes passieren."

Markus : "Die Zukunft unserer Kinder, weil wir gehen mit unserer Umwelt ja nicht gerade sehr pfleglich um. Ich habe letztens noch gelesen, dass Deutschland seine Ressourcen am 24. April verbraucht hat, und wir so ein Dreivierteljahr auf Pump leben. Und ich schon irgendwie das Gefühl habe, dass unsere Kinder schon auch mehr verdient hätten. Und ich bin mal auf die Parteien gespannt, die sich jetzt mal vorstellen werden. Ich hoffe mal auf so eine junge Partei."

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