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StartseiteVerbrauchertippGeld vernünftig in Aktien anlegen13.03.2017

Serie: Geldanlagen für EinsteigerGeld vernünftig in Aktien anlegen

Das Börsenparkett kann glatt und rutschig sein. Doch angesichts niedriger Zinsen locken die Aktienmärkte mit hohen Kursgewinnen. Worauf kommt es beim Einstieg in Aktien und Fonds an - und wie viel Startkapital braucht man?

Von Dieter Nürnberger

Die Anzeigetafel zeigt in Frankfurt am Main (Hessen) im Handelssaal der Börse die  Dax-Kurve an, nachdem die Briten für einen EU-Austritt gestimmt haben. (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Die Dax-Kurve im Handelssaal der Börse in Frankfurt fiel kräftig nach dem Brexit. (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
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Chancen auf Kursgewinne statt Niedrigzinsen Langfristige Geldanlagen für Einsteiger

Das Börsenparkett kann glatt und rutschig sein. Denn bei Investments in einzelne Aktien oder auch in Aktienfonds gibt es zwar hohe Ertragschancen, aber auch hohe Verlustrisiken. Deshalb sind die Grundregeln der Stiftung Warentest recht einfach: Zum einen sollte eine Anlage in Aktien nur dann erfolgen, wenn Geld übrig ist. Darüber hinaus sollte ein "Notgroschen" in Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern stets vorhanden sein. Und damit der Anleger mögliche Verluste auch verkraften kann, sollte das Geld kurzfristig nicht benötigt werden, der Anlagehorizont also durchaus sieben oder besser zehn Jahre betragen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, sagt Warentest-Expertin Karin Baur, spreche wenig gegen ein Aktien-Investment.      

"Wenn man sich anschaut, dass man für sichere Zinsanlagen eigentlich keine Zinsen mehr bekommt, ist es doch schon recht verwunderlich, dass die Aktienquote nicht stärker ansteigt. Weil: Das ist eine vernünftige Geldanlage und man kann deutlich mehr Rendite herausholen. Es ist natürlich nicht risikolos, aber wenn man lange genug anlegt und ein paar andere Grundregeln beachtet, dann ist es auf jeden Fall vernünftig."

Zweite Grundregel: Die Risiken streuen - Anleger sollten verschiedene Aktien oder Fonds aus unterschiedlichen Branchen und Ländern kaufen. Nicht alles auf eine Karte setzen. 

"Man soll ja bei Aktien nicht einfach nur einen Wert kaufen und auf den dann setzen. Das ist tatsächlich zu riskant. Man will ja einfach mehrere Aktien haben - dann ist auch die Gefahr nicht so groß, dass sich das Depot insgesamt ungünstig entwickelt."

Gut zu wissen auch: Wer in Fonds oder Aktien investieren möchte, braucht nicht unbedingt relativ hohe Summen von beispielsweise mehreren tausend Euro. Das Investment kann auch mit deutlich kleineren Beträgen losgehen. 

Auch mit kleineren Geldsummen dabei

"Fonds kann man schon mit beispielsweise 200 Euro anfangen - wenn der Anbieter den Fonds für diesen Betrag auch verkauft. Das ist nicht immer der Fall, denn manchmal ist der Fondsanteilspreis auch einfach höher. Dann bekommt man keinen ganzen Anteil. Da muss man dann mehr investieren. Aber im Grunde genommen kann man damit anfangen."

Eine andere Möglichkeit mit einem geringen Betrag zu starten, sind Sparpläne. Hier legt der Anleger sein Aktien- oder Fondsvermögen mit monatlich zu zahlenden Beträgen an. Das können auch relativ geringe Summen von beispielsweise 25 oder 50 Euro im Monat sein. Auch dadurch streut der Anleger mögliche Risiken, da er zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit jeweils unterschiedlichen Börsenkursen Anteile erwirbt.      

Für den Einstieg empfehlen wir ohnehin besser Fonds als einzelne Aktien. Aber man kann für beides Sparpläne machen. Sowohl für Fonds als auch für einzelne Aktien."

Vorsichtige Anleger werden in ihrem Depots ohnehin auch weniger riskante Papiere als Aktien oder Aktienfonds haben, beispielsweise Rentenfonds oder festverzinsliche Papiere. Die Entscheidung über die Depotzusammensetzung muss jeder Anleger letztlich selbst treffen, sagt Warentesterin Karin Baur, je nach eigener Risikobereitschaft.

"Aus unserer Sicht ist es ok, wenn man so ungefähr Halbe-halbe mischt. Manche Leute finden die Vorstellung aber auch ganz schrecklich, dass sie jetzt die Hälfte von ihrem Geld in Aktien oder Aktienfonds investieren sollen. Für vorsichtige Anleger kann auch 25 Prozent ganz vernünftig sein. Es gibt zwar Schwankungen mit Aktien, aber man kann die halt aussitzen, wenn man länger dabei bleibt."

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