• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 02:30 Uhr Zwischentöne
StartseiteSport am Wochenende"Alles tun, damit so etwas in Zukunft gar nicht erst eintritt"28.03.2016

Sexualisierte Gewalt im Sport"Alles tun, damit so etwas in Zukunft gar nicht erst eintritt"

Der Nachwuchsleistungssport müsse präventiv aktiv werden, was das Thema sexualisierte Gewalt betrifft, sagte Andreas Bohne, Leiter des Sportinternats am Olympiastützpunkt Hannover, im DLF. Gerade in Internaten seien die Jugendlichen und Kinder weit weg von zu Hause und hätten einen besonderen Schutzauftrag.

Andreas Bohne im Gespräch mit Andrea Schültke

Olympiastützpunkt Niedersachsen, das Sportleistungszentrum Hannover (imago/Rust)
Der Olympiastützpunkt Niedersachsen. In Hannover fand die erste Arbeitstagung zum Thema sexualisierte Gewalt an Internaten statt. (imago/Rust)
Mehr zum Thema

Sexualisierte Gewalt Erstmals umfassende Aufarbeitung

Kampagne gegen sexualisierte Gewalt Jugendliche auf Augenhöhe

Sexualisierte Gewalt Höhe der Hilfsleistungen umstritten

Sport und Gewalt Sicherer Sport?

Schwimmen DSV schweigt im Missbrauchsfall

Das Thema sexualisierte Gewalt ist bei den Verantwortlichen im Deutschen Olympischen Sportbund angekommen. Mit Präventionsveranstaltungen will die Sport-Dachorganisation ihre Basis sensibilisieren - nicht nur im Breiten-, sondern auch im Leistungssport. Dort fand am vergangenen Dienstag eine Premiere statt: In Hannover fand die erste Arbeitstagung zum Thema sexualisierte Gewalt an Internaten statt.

50 Mitarbeiter aus Sportinternaten seien anwesend gewesen, so Bohne. Das Thema sei in der "breiten Kollegenschaft" angekommen. Zudem werde es Folgeveranstaltungen geben.

Mehrheit der Fälle innerhalb der Peer-Group

Die Wissenschaft zeige, dass die Mehrheit der Fälle sexueller Übergriffe innerhalb der Peer-Group, also unter Gleichaltrigen stattfinde. Deshalb müsse man Jugendliche sensibilisieren, damit sie sich gegen solche Tendenzen stellen, sobald Fälle von Grenzverletzung bekannt werden.

Bei sogenannten "Kadertaufen", also Aufnahmeritualen in bestimmte Leistungsgruppen, stelle man sich ausdrücklich gegen Tendenzen in Richtung sexualisierter Gewalt, oder gegen Übergriffe, die die Intimsphäre verletzten, so Bohne. Trainer müssten sensibilisiert werden, dass es Aufnahmerituale geben dürfe, die lustig sein, aber nicht "unter die Gürtellinie gehen" dürften.

Was Präventions- und Schutzkonzepte betrifft, wünschte sich Bohne eine Vereinheitlichung der Arbeit und vom DOSB, dass er in Regelmäßigkeit alle Eliteeinrichtungen auf einen Stand bringt."

Das vollständige Gespräch können Sie als Audio-on-Demand nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk