Wirtschaft und Gesellschaft / Archiv /

 

Showdown zwischen Apple und Samsung rückt näher

Konzerne setzen ihren Patentstreit vor Gericht fort

Von Marcus Pindur

Apple wirft Samsung vor, das Design des iPhones und des iPads illegal kopiert zu haben.
Apple wirft Samsung vor, das Design des iPhones und des iPads illegal kopiert zu haben. (AP)

Apple und Samsung setzen ihren Patentstreit vor einem US-Bundesgericht fort. Im vergangenen Jahr hatte Apple dem südkoreanischen Konkurrenten vorgeworfen, das Design von iPhone und iPad kopiert zu haben. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen fordert jetzt umgerechnet rund zwei Milliarden Euro Schadensersatz.

Für die Benutzer ist es nicht einfach nur ein Smartphone: Das iPhone war eine Sensation auf dem Telefonmarkt – benutzerfreundlich, übersichtlich, leicht bedienbar und mit viel Schnickschnack, genannt Apps, bestückbar. Manches davon praktisch und sinnvoll, anderes geeignet, den Benutzern Gebühren aus der Tasche zu ziehen.

Ein voller Erfolg für Apple, und bald begannen alle anderen Hersteller, auf diesen Zug aufzuspringen.

Ganz vorne weg dabei Samsung, das mit dem Android Betriebssystem ins Rennen ging.
Doch bei dem Streit vor dem Bundesbezirksgericht in San Jose in Kalifornien geht es nicht um Software oder im eigentlichen Sinne technische Details. Apple wirft vielmehr Samsung vor, das Design des iPhones und des iPads illegal kopiert zu haben. Der Analyst Carl Howe von der Yankee Group:

"Nachdem das iPhone rauskam, waren alle Smartphones schwarz und flach und hatten viele Icons und kein Keyboard mehr. Sie hatten eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken und eine glatte, glänzende Oberfläche. Man wundert sich zunächst, dass darauf ein Patent erhoben werden kann – aber diese Dinge sind grundlegend für das Design des Gerätes."

Sowohl das Aussehen, als auch das Handling der Samsung Produkte seien abgekupfert, so Apple jetzt. Seit dem iPhone sähen alle Smartphones und Tablet Computer von Samsung so aus wie die entsprechenden Apple Produkte.
Das im kalifornischen Cupertino ansässige Unternehmen fordert deshalb jetzt umgerechnet rund zwei Milliarden Euro Schadensersatz. Zuletzt hatte Samsung vor Gericht eine Niederlage hinnehmen müssen: Der Verkauf des Mobiltelefons Galaxy Nexus musste in den USA vorläufig eingestellt werden.

Der südkoreanische Konzern ging in die Offensive und warf Apple seinerseits vor, beim Entwurf des iPhones vom Konkurrenten Sony abgekupfert zu haben.

Einige Experten bezweifeln, dass Apple sich noch einmal vor Gericht durchsetzt, denn wenn so grundlegende Dinge wie eine rechteckige Form mit abgerundeten Kanten Patentschutz genössen, dann werde es für die anderen Hersteller sehr schwer, ihre Produkte daran vorbei zu konstruieren. Damit werde aber der Wettbewerb unterlaufen – das könne nicht Aufgabe des Patentrechtes sein.



Mehr bei deutschlandradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wirtschaft und Gesellschaft

Milliardengeschäft geplatztBASF und Gazprom gehen getrennte Wege

Fahnen mit der Aufschrift BASF in Ludwigshafen vor dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF

Für die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen war es kein gutes Jahr. Um insgesamt 20 Prozent würden die Exporte nach Russland in diesem Jahr einbrechen, sagte Eckhard Cordes vom Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft im DLF. Ein geplanter Deal zwischen BASF und Gazprom ist auch gerade geplatzt.

Tarife für Länderbeschäftigte5,5 Prozent mehr Lohn gefordert

Ein Polizist steht am 16.05.2013 in Kassel (Hessen) vor dem wegen einer Bombendrohung abgesperrten und evakuierten Rathaus.

Der aktuelle Tarifvertrag für die Beschäftigten der Länder läuft nach 24 Monaten zum Jahresende aus. Verdi und der Beamtenbund (DBB) fordern für die Tarifrunde 2015 nun 5,5 Prozent mehr Lohn. Sie haben dabei besonders die kritische Nachwuchssituation im Blick.

Banken EU will Kreditkarten-Gebühren drosseln