Essay und Diskurs / Archiv /

 

"Sie sind alle tot"

München 1972 – Sport und Krieg (1/2)

Die Hinterbliebene Ankie Spitzer im Gespräch mit Jochanan Shelliem

Einzug des israelischen Olympia-Teams bei den Spielen in München 1972.
Einzug des israelischen Olympia-Teams bei den Spielen in München 1972. (AP Archiv)

Krieg in Olympia oder: Der Schatten von München 1972. "Sie sind alle tot", meldete sich Zvi Zamir nachts um drei Uhr bei seiner Premierministerin Golda Meir und übermittelte ihr die furchtbare Nachricht vom Ende der Geiselnahme der israelischen Olympiamannschaft im September 1972 während der Spiele von München.

Es hatten heitere Spiele werden sollen. Doch damit war Schluss, als die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September in das olympische Dorf eindrang und elf israelische Sportler gefangen nahm.

Ein Mitglied der arabischen Terrorgruppe, die während der olympischen Spiele 1972 israelische Sportler als Geisel nahm.Ein Mitglied der arabischen Terrorgruppe Schwarzer September. (AP Archiv)Der dilettantische Befreiungsversuch der deutschen Sicherheitsbeamten, an dessen Ende alle Geiseln starben, wurde anschließend weitgehend vertuscht. Und die überlebenden Olympioniken sind in Israel nicht sehr herzlich empfangen worden.

Jochanan Shelliem spricht mit Ankie Spitzer, der Witwe des ermordeten Fechters André Spitzer, und einem Überlebenden aus dem damaligen israelischen Olympiateam, Shaul Paul Ladany, über die Schatten ihrer Erinnerung, die Verschmelzung von Sport und Krieg und das Engagement für eine Gedenkstätte an der Stätte des Grauens in Fürstenfeldbruck.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Essay und Diskurs

GesellschaftWarum einen öffentlichen Platz besetzen?

Rote Fahnen auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking der Hauptstadt Chinas, aufgenommen am 07.05.2007.

Der Platz des Himmlischen Friedens in China, der Midan Tahrir in Kairo, der Taksim-Platz in Istanbul, der Majdan in Kiew, der Oranienplatz in Berlin sind nur einige Beispiele. Aber was bedeutet die Besetzung eines öffentlichen Platzes in einer sich zunehmend verstädterten urbanen Welt?

Freiheit und KontrolleVersuch über eine dialektische Beziehung

Ein menschliches Auge

Seit es den Menschen gibt, der sich Häuser baut und Felder bestellt, der Götter anbetet und Kriege führt, der Gesellschaften bildet und Staaten gründet, gibt es auch die Besessenheit von zwei Impulsen, von denen dieser Mensch offenbar nie genug bekommen kann: Freiheit und Kontrolle.

Ukraine im Gespräch Juri Andruchowytsch im Gespräch mit Katja Petrowskaja

Der ukrainische Schriftsteller und Übersetzer Juri Andruchowytsch

Tête-à-tête, nach dem französischen Vorbild, heißt es auch auf russisch, wenn zwei Menschen sich unterhalten. Vier Gespräche tête-à-tête mit Schriftstellern und Künstlern aus der Ukraine führt Katja Petrowskaja.