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SimbabweUS-Botschaft in Harare schließt wegen Putschgerüchten

(picture alliance / dpa)
Robert Mugabe ist seit 1980 Präsident Simbabwes. (picture alliance / dpa)

Angesichts von Berichten über einen möglichen Putsch in Simbabwe haben die Vereinigten Staaten ihre Staatsbürger zu großer Vorsicht aufgerufen.

Die US-Botschaft in Harare teilte außerdem mit, das Personal der Vertretung sei aus Sicherheitsgründen aufgefordert worden, zuhause zu bleiben. Auch die britische Regierung mahnte zu erhöhter Wachsamkeit. In Berichten von Nachrichtenagenturen heißt es, in der Hauptstadt seien mehrere Explosionen zu hören gewesen. Zudem sollen Soldaten auf das Gelände des staatlichen Rundfunks vorgedrungen sein.

In Harare war gestern ungewöhnlich viel Militär zu sehen. Der Oberkommandierende der Streitkräfte, Chiwenga, hatte Präsident Mugabe öffentlich scharf kritisiert, nachdem der 93-Jährige seinen Vizepräsidenten Mnangagwa entlassen hatte. Er galt als Kandidat für die Nachfolge Mugabes. Mnangagwa wird vom Militär unterstützt. Er ist aus dem Land geflohen und gibt an, bedroht worden zu sein.