Corso / Archiv /

 

Singende Schauspieler

Maren Eggert und Peter Jordan überzeugen mit "Musik vom Land" im Deutschen Theater in Berlin

Von Ina Beyer

Zusammen mit Freunden und ihrem Mann Peter Jordan hat Maren Eggert am Deutschen Theater musikalisch aufgesattelt.
Zusammen mit Freunden und ihrem Mann Peter Jordan hat Maren Eggert am Deutschen Theater musikalisch aufgesattelt. (dpa/BARBARA GINDL)

Man kennt sie aus dem Fernsehen, die beiden Schauspieler Maren Eggert und Peter Jordan. In Berlin zeigen sie sich jetzt von ihrer musikalischen Seite: Von den Dixie Chicks bis Bruce Springsteen reicht das Repertoire ihres Programms. Vor allem aber gibt es "Musik vom Land" – Country Music.

"Du hast im Haar Lametta…"

Mit Lametta fing alles an. Zu Weihnachten 2011 kursierte bei Youtube ein Video mit Maren Eggert und Markus Berges von der Band "Erdmöbel". Sie saßen an einem Wohnzimmertisch und sangen von Lametta. Im nu hatte sich eine große virtuelle Fangemeinde gebildet. Davon wollten alle mehr. Auch Maren Eggert.

"Das hat mich zumindest daran erinnert dass ich das doch auch mal machen wollte das ist ja eigentlich der erste eigene Liederabend so und das wollte ich schon seit längerem machen und als ich dann auf Erdmöbel traf da war das schon sodass ich dachte jetzt kann ich das doch wirklich mal in Angriff nehmen."

Zusammen mit Freunden - unter anderem dem Gitarristen Mark Badur, der wie sie mit Regisseurin Jette Steckel zusammenarbeitet – und ihrem Mann Peter Jordan hat sie nun am Deutschen Theater, wo sie als Schauspielerin arbeitet musikalisch aufgesattelt. Die fünfköpfige Band jagt hinreißend leicht und zugleich kraftvoll durch interpretatorische Weiten. Von den Dixie Chicks bis Amy Macdonald, Bruce Springsteen oder The Cardians reicht das Repertoire. Vor allem aber gibt es "Musik vom Land" wie die Künstler augenzwinkernd ankündigen – Country Music. Von Willi Nelson und natürlich von Jonny Cash.

"Er hat mal gesagt in einem Radiointerview, warum glauben Sie, dass Country Music so erfolgreich ist – na, meinte er,: 'Da ist alles drin'. Das berührt unsere fundamentalen emotionalen Bedürfnisse. Liebe Schmerz Einsamkeit eine einsame Tankstelle ein einsamer Diner eine einsame Wäscherei ein einsames Motel Wind Trennung Tod Sterben Mutter Apfelkuchen."

Für seine schwermütigen Lieder ist ja eigentlich der texanische Singer-Songwriter Townes Van Zandt bekannt – aber auch für seinen feinen Humor: "Ich denke nicht – sagte er einmal - dass alle meine Lieder so traurig sind. Ich habe ein paar, die nicht traurig sind. Nur hoffnungslos."

"Ich persönlich finde die Songs nicht wirklich traurig, und ich glaube, ich könnte mir vorstellen, wenn ich mir das anmaßen darf, dass er die auch nicht traurig gemeint hat, sondern das hat eher so etwas umfassend das Leben eben, wie das eben alles so ist. Er ist vielleicht nicht jemand, der auf Show und gute Laune macht aber die Songs sind eigentlich oft auch lustig und hoffnungsvoll finde ich."

Von Maren Eggert und Peter Jordan interpretiert wird noch der traurigste Song von schwebender Heiterkeit durchweht. Und so wird selbst aus "Someone like you" von Adele eine flotte Abschiedshymne.

Als Maren Eggert das letzte Lied ankündigt, rufen die Zuschauer: "Noch mal von vorne!" Dieser herrlich wilde Ritt durch die weite Landschaft persönlicher musikalischer Vorlieben ging all zu schnell vorüber. Für die beiden singenden Schauspieler war es ein erster Versuch. In jeder Hinsicht ein vielversprechender. Davon wollten alle mehr.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Corso

Bud SpencerFür immer die linke Hand des Teufels

Terence Hill und Bud Spencer (r.) in dem erfolgreichen Italo-Western "Vier Fäuste für ein Hallelujah" (1971)

Seinen Namen hat er nur, weil er sich mit seinem richtigen Namen nicht lächerlich machen wollte - und weil er Bier mag: Der Schauspieler Bud Spencer, der eigentlich Carlo Pedersoli heißt und nie ein Filmstar sein wollte. Doch die Rolle des mürrischen, aber gutherzigen Haudrauf ist er nicht mehr losgeworden. Nun wird er 85.

Is was!? Der satirische Wochenrückblick

Thomas Freitag 40 Jahre auf der Bühne

Serie "The Leftovers" Leben in der post-apokalyptischen Gesellschaft

C/O Berlin im Amerika HausAus dem Dornröschenschlaf erwacht

C/O Berlin, Amerika Haus

Die Fotogalerie C/O Berlin ist umgezogen: vom ehemaligen Postfuhramt ins Amerika Haus. Zur Wiedereröffnung im geschichtsträchtigen neuen Domizil präsentieren die Ausstellungsmacher unter anderem Bilder von "Magnum"-Fotografen und Nachkriegsaufnahmen von Will McBride.

"Tough Love" - das neue Album von Jessie Ware