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Sondierungs-ErgebnisErleichterung im Ausland, Kritik von der Opposition

Horst Seehofer, Angela Merkel und Martin Schulz (v.l) nach dem Abschluss der Sondierung. (AFP / Tobias Schwarz)
Horst Seehofer, Angela Merkel und Martin Schulz (v.l) nach dem Abschluss der Sondierung. (AFP / Tobias Schwarz)

Die Einigung von CDU, CSU und SPD bei den Sondierungsgesprächen hat im In- und Ausland unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

EU-Kommissionspräsident Juncker nannte es einen großen Vorteil für ganz Europa, sollte erneut eine Große Koalition zustande kommen. Auch ein Sprecher von Frankreichs Staatspräsident Macron begrüßte die Einigung.

Von der deutschen Opposition kam dagegen Kritik. Die Linke wertete das Eckpunktepapier der drei Parteien als zu wenig sozial, die Grünen störten sich vor allem am weiterhin ausgesetzten Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus. Die AfD bezeichnete die Zielgröße für Flüchtlinge als "Farce", weil die Grenzen nicht sicher seien.

Vertreter mehrerer Wirtschaftsverbände befürchteten schlechtere Wettbewerbsbedingungen für deutsche Unternehmen. Gewerkschaftsvertreter lobten dagegen Beschlüsse wie die geplante Stabilisierung des Rentenniveaus und die vereinbarte Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Diese Nachricht wurde am 12.01.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.