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StartseiteVerbrauchertippAugen auf beim Brillenkauf28.07.2017

SonnenbrillenAugen auf beim Brillenkauf

Sonnenbrillen sollten nicht nur schick sein, sondern vor allem die Augen vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Dabei muss es nicht das teuerste Modell sein, allerdings warnen Experten vor allzu billigen Schnäppchen. Denn die können mitunter sogar gefährlich für die Gesundheit werden.

Von Claudia Ulrich-Schiwon

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Sonnenbrillen werden zum Verkauf angeboten. (dpa)
Kunden sollten beim Brillenkauf vor allem auf das CE-Zeichen achten, raten Experten. (dpa)
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"Man kann als Merksatz vielleicht sagen, immer dann, wenn ich eine Sonnenschutzcreme anwenden muss, dann sollte ich auch eine Sonnenbrille tragen",

sagt Dr. Rudolf Diener, Augenarzt aus Münster. Wer lichtempfindlich sei, habe sie im Sommer meistens ohnehin griffbereit.

Die Wahl einer Sonnenbrille ist eine individuelle Geschmacksache. Gleich ob sie zwölf Euro oder 200 Euro kostet, beim Optiker, im Kaufhaus, in einer Modeboutique oder beim Straßenhändler gekauft wird, sie sollte gut sitzen und nicht zu klein sein.

"Dass nicht so viel UV-Licht an der Sonnenbrille vorbei ins Auge gelangt. Also sie muss groß sein, sie muss der Augenhöhenform angepasst sein."

Auf Zertifikate achten

Jede Brille sollte mit den Buchstaben CE zertifiziert sein, das heißt, sie entspricht EU-Sicherheitsstandards und hat einen UV-Schutz. Die CE-Angabe steht meistens auf der Innenseite der Bügel. Steht genauer noch UV 400 da, besagt das, dass die Gläser ultraviolette Strahlen mit einer Längenwelle bis 400 Nanometer filtern. Ein Schutz, der in unseren Breitengraden gut und ausreichend ist. Bei günstigen Brillen steht manchmal auch nur 100-prozentiger UV-Schutz. Das ist nicht aussagekräftig. Da können schon mal die Optiker helfen. Bernd Saabe, Augenoptikerinnung Nordrhein-Westfalen:

"Wenn Kunden hier herein kommen, die zum Beispiel im Kaufhaus eine Elf-Euro-Brille gekauft haben, und wollen wissen, was ist das überhaupt, schade ich meinen Augen? Wir haben Geräte und aufgrund dieser Geräte können wir feststellen, ist überhaupt ein UV-Filter drin, ja oder nein."

Auf den richtigen Blendschutz achten

Die Tönung der Gläser - meistens grau, grün oder braun - dient dem Blendschutz. Die Hersteller müssen auf der Brille auch angeben wie stark der Blendschutz ist. Dafür gibt es Filterkategorien von null bis vier. Brillen mit Kategorie zwei oder drei reichen für typisch mitteleuropäische sonnige Tage aus und auch für den Urlaub am Strand. Gegen starke Lichtreflexe im Hochgebirge oder für den Wassersport ist eine Glastönung der Kategorie vier erforderlich.

Denn was kann passieren, wenn man bedenkenlos eine Sonnenbrille ohne ausreichenden Schutz trägt? Dr. Rudolf Diener:

"Das UV-Licht ist ja das unsichtbare Licht, das kurzwellige Licht, das schädigt zunächst die Bindehaut und die Hornhaut. Also die oberflächlichen Schichten."

Mögliche Folgen: Augenbrennen, ein Fremdkörpergefühl im Auge oder eine Hornhautentzündung. Auch die Augenlinse kann eintrüben, warnt der Facharzt. Wer von seiner Sonnenbrille lange etwas haben will, muss sie pflegen, besonders die empfindlichen Gläser. Wie es geht, schildert Optiker Bernd Saabe:

"Die beste und preiswerteste Reinigung ist die Brille unter den Wasserkran halten, ein Tropfen Spülmittel, damit die Gläser schön eincremen, wieder unter den Wasserkran halten und dann ein ganz normales Küchentuch nehmen."

 Vorsicht beim Brillenkauf im Urlaub

Beim Fachhandel gibt es natürlich auch Gläser, die zudem entspiegelt, stoßfest und kratzfest sind. Diese Qualität hat ihren Preis und diese Extras gibt es natürlich nicht bei den preiswerten Brillen von der Stange. Stimmt hier jedoch der UV-Schutz sowie der Blendschutz, so kann man diese unbedenklich kaufen, betont Optiker Bernd Saabe.

Augen auf auch beim Kauf einer Sonnenbrille am Urlaubsort im Ausland. Da ist der UV-Schutz nicht immer garantiert. Ausdrücklich jedoch warnt der Optiker davor, dort gefakte Designerbrillen für billiges Geld zu kaufen.

 

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