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SPD-ParteitagDebatte über mögliche Gespräche mit Unionsparteien

Der SPD-Parteivorsitzende, Martin Schulz, spricht beim Bundesparteitag. (pa/dpa/Nietfeld)
Der SPD-Parteivorsitzende, Martin Schulz (pa/dpa/Nietfeld)

Auf dem SPD-Parteitag in Berlin sind unterschiedliche Positionen zu möglichen Gesprächen mit CDU und CSU über eine Regierungsbildung deutlich geworden.

Der SPD-Vorsitzende Schulz warnte davor, bestimmte Ergebnisse von vorneherein auszuschließen. Man müsse zwar nicht um jeden Preis regieren, sagte Schulz. Aber man dürfe auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen. SPD-Fraktionschefin Nahles erklärte, sie werde ergebnisoffen in Gespräche mit der Union gehen. Die Sozialdemokraten hätten nichts zu verschenken. Der SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer plädierten für eine Minderheitsregierung. Der Juso-Vorsitzende Kühnert lehnte vor den rund 600 Delegierten eine Neuauflage der Großen Koalition ab. An den Gründen, in die Opposition zu gehen, habe sich auch nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen nichts geändert.

Der Parteitag will heute über die Aufnahme von Gesprächen mit der Union entscheiden. Zudem stellt sich Parteichef Schulz zur Wiederwahl.