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SPD-ParteitagSchulz als Parteichef bestätigt

Martin Schulz zeigt das Victory-Zeichen nach seiner Wiederwahl. (dpa / Bernd Von Jutrczenka)
Martin Schulz freut sich über seine Bestätigung als Parteichef. (dpa / Bernd Von Jutrczenka)

Der SPD-Vorsitzende Schulz ist auf dem Bundesparteitag in Berlin im Amt bestätigt worden.

Er erhielt 81,9 Prozent der Stimmen der rund 600 Delegierten. Bei seiner ersten Wahl im März hatte er noch 100 Prozent erhalten. Schulz sagte nach der Abstimmung, er werde alles tun, um das Vertrauen aller Mitglieder zurückzugewinnen.

Zuvor hatte sich der Parteitag für ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine mögliche Regierungsbildung ausgesprochen. Die Delegierten billigten in Berlin mit großer Mehrheit einen entsprechenden Antrag der Parteispitze. Eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen soll dann ein Sonderparteitag im Januar fällen. Schulz hatte auf dem Kongress noch einmal für eine Aufnahme der Gespräche geworben. Es gebe aber keinen Automatismus bezüglich einer Großen Koalition, betonte Schulz. Alle Wege blieben offen, auch die Unterstützung einer Minderheitsregierung oder Neuwahlen. Im Zentrum stehe die Frage, ob die SPD ihre Inhalte durchsetzen könne.

Mehrere führende Parteivertreter unterstützten die Position des Vorsitzenden. Fraktionschefin Nahles sagte, man dürfe keine Angst vor dem Regieren haben. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer plädierte allerdings für die Unterstützung einer Minderheitsregierung. Sprecher der Jusos und der Parteilinken lehnten eine Große Koalition ab. Ein Juso-Antrag, ein solches Bündnis bereits jetzt auszuschließen, fand aber keine Mehrheit.