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StartseiteSport am Wochenende"Auch Ausländern droht Verfolgung durch deutsche Behörden"05.03.2016

Spielmanipulation"Auch Ausländern droht Verfolgung durch deutsche Behörden"

Das Bundesjustizministerium möchte einen geplanten Gesetzentwurf gegen Spielmanipulation und Wettbetrug umsetzen. Der Entwurf liegt dem Deutschlandfunk vor.

Robert Kempe im Gespräch mit Marina Schweizer

Ein Mann schaut sich eine Internetseite für Online-Wetten an. (picture alliance/dpa/Marcus Brandt)
Wetten und Zocken - ein Milliardenmarkt, der auch Kriminelle anlockt. (picture alliance/dpa/Marcus Brandt)
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"Der Gesetzentwurf sieht weiterhin die Einführung des Straftatbestands 'Sportwettbetrug' und des Straftatbestands 'der Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben' vor, sagte der Sportjournalist Robert Kempe im Deutschlandfunk.

Das solle sich auf alle Wettbewerbe des organisierten Sports beziehen. Also auch auf die unteren Ligen und den Amateursport, denn gerade dort gebe ja auch viele manipulierte Wettbewerbe, erklärte Kempe. 

Tätern drohen fünf Jahre Haft

Der Straftatbestand werde auf hochklassige Wettbewerbe mit berufssportlichem Charakter beschränkt. "Dort geht es dann um mögliche finanzielle Auswirkungen der Manipulationsabsprachen insbesondere für Sportler und Vereine." Den Beteiligten drohen laut Entwurf bis zu fünf Jahre Haft.

Neu sei, dass man in dem Entwurf nun Wettbewerbe erfasst habe, die nicht selbst von internationalen Sportorganisationen veranstaltet werden, sondern die in deren Auftrag oder mit deren Anerkennung organisiert werden. So habe am auch Sponsorenturniere im Blick, die vor allem oft im Tennis stattfinden. 

Auch Ausländern droht Ungemach

Außerdem ist vorgesehen, dass bei einer verabredeten Manipulation eines in Deutschland stattfindenden Sportwettbewerbs auch dann deutsches Strafrecht zur Anwendung kommt, wenn Absprache im Ausland stattgefunden haben. "Das heißt nicht nur deutsche Bürger sind betroffen sondern auch Ausländern droht die Verfolgung durch deutsche Strafverfolgungsbehörden", sagte Kempe. 

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 05. September 2016 in unserer Mediathek nachhören.

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