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SpitzensportHarting beklagt "Machtgefälle zu Lasten der Athleten"

Der deutsche Diskuswerfer Robert Harting im Finale der Leichtathletik-WM in London.  (dpa-Bildfunk / AP / Matt Dunham)
Der deutsche Diskuswerfer Robert Harting im Finale der Leichtathletik-WM in London. (dpa-Bildfunk / AP / Matt Dunham)

Der Diskuswerfer Robert Harting hat ein Machtgefälle zu Lasten der Athleten im deutschen Spitzensport kritisiert.

Damit reagierte er auf die Streichung der vom Bund zugesagten Förderung in Höhe von 225.000 Euro für den Verein "Athleten Deutschland" aus dem Haushalt für dieses Jahr. Harting ist Gründungsmitglied. Deutschlands Spitzensportler kämpfen seit Längerem für eine unabhängige und professionellere Athletenvertretung. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will die Athletenvertretung aber weiter unter seinem Dach behalten.

Harting kritisierte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der DOSB sei nach wie vor daran interessiert, seine Existenzberechtigung zu sichern, indem er alle Parteien von sich abhängig denke und diese auch so behandele. Er forderte eine Reform des Sportbundes. "Die Frage über seine Existenzberechtigung sollte ebenso gestellt werden", sagte Harting.

Auch der Turner Fabian Hambüchen und der Ski-Rennfahrer Felix Neureuther machten sich für mehr Mitbestimmung der Athleten stark. "Athleten sind Nutzobjekte in diesem System", sagte Neureuther der Zeitung. "Ich habe den Eindruck, dass der DOSB und sein Präsident fürchten, die Macht zu verlieren, über Sportler zu bestimmen." Wenn ein DOSB-Präsident wolle, dass Athleten unterstützt werden, dann solle er etwas dafür tun und dies nicht verhindern.

In einem Brief der DOSB-Vorstandsvorsitzenden Veronika Rücker an die Präsidenten und Generalsekretäre der Spitzenverbände vom Montag wird versichert, dass für DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Athleten im Fokus stünden.

Diese Nachricht wurde am 16.05.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.