Montag, 22.01.2018
StartseiteSport am WochenendeSportler-Wahl10.06.2013

Sportler-Wahl

Das Wahlhearing des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB) offenbart keine große Unterschiede

Beim sogenannten DOSB-Wahlhearing sollten die Parteien ihre unterschiedlichen Positionen hinsichtlich des Sports darstellen. Große Unterschiede wurden nicht deutlich.

Von Moritz Küpper

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach. (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)
Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach. (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Weitestgehend Einigkeit herrschte auf dem Podium der Fraktionsspitzen von CDU/CSU, Volker Kauder, FDP, Rainer Brüderle, der Linken, Gregor Gysi und dem Grünen, Jürgen Trittin. Einzig die SPD machte eine Ausnahme und schickte mit Thomas Oppermann ihren 1. Parlamentarischen Geschäftsführer zum sogenannten DOSB-Wahlhearing vor der Bundestagswahl im September. Es galt, die Positionen der Parteien hinsichtlich des Sports abzugleichen.

Am Ende der knapp anderthalb stündigen Veranstaltung im Haus des Sparkassen und Giroverbandes waren fast alle Punkte einmal angerissen: die Finanzierung des Sports, Inklusion, Vielfalt, Medienberichterstattung, Dopingbekämpfung, das Ehrenamt und eine erneute Olympia-Bewerbung. Während sich Jürgen Trittin für die Spitzensportförderung und eher gedämpft für eine Bewerbung um Olympische Spiele aussprach, konnte vor allem SPD-Mann Oppermann bei den Vertretern der 98 Mitgliedsorganisationen des DOSB punkten: Er forderte erneut eine Verankerung des Sports im Grundgesetz. Unions-Fraktionschef Volker Kauder sprach sich offen für eine Besitzstrafbarkeit bei Doping aus – und positionierte sich damit entgegen der bisherigen Unionsposition. Kauder sagte aber auch: Wen der Sport etwas will, dann machen wir es. Und so blieb der Platz für tiefgreifende Erkenntnis erwartungsgemäß gering.

Thomas Bach, als Präsident des Deutschen Olympischen Sport-Bundes so etwas wie der Gastgeber der Veranstaltung aber war zufrieden – und konnte auch Unterschiede feststellen:

"Es gibt natürlich Unterschiede. Das haben sie gemerkt. Der eine oder andere hat es natürlich dann auch geschickt überspielt. In der Frage zur Zustimmung zur Olympia-Bewerbung war der Grat der Zustimmung durchaus unterschiedlich, in den Fragen zu Sport in den Medien war es unterschiedlich. Es hat, wenn auch nur geringe, Differenzen gegeben im Thema Kampf gegen Doping. Aber insgesamt viel Einigkeit in der Unterstützung für den Sport."

Bei einer Frage zu seiner eigenen Wahl wich Bach aber aus: Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl will er sich ja zum Präsidenten des Internationalen Olympische Komitees (IOC) wählen lassen. Doch diese Wahl vor der Wahl, sie war nur informell Thema, beim anschließenden Parlamentarischen Abend.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk