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Seit 08:47 Uhr Sport
StartseiteSport am Wochenende"Sportliche Gesetzgebung reicht nicht aus"30.06.2013

"Sportliche Gesetzgebung reicht nicht aus"

DOSB-Ehrenpräsident von Richthofen spricht sich für ein schärferes Anti-Dopinggesetz in Deutschland aus.

Meinungsänderung bei Manfred von Richthofen: "Es müssen sportgesetzliche Regelungen des Staates greifen", sagt er dem Deutschlandfunk. Der heutige Sport müsse umdenken, sportliche Rechtsinstanzen allein reichten nicht aus.

Manfred von Richthofen, Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) (picture alliance / dpa)
Manfred von Richthofen, Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) (picture alliance / dpa)

Von Richthofen stellt sich damit offen gegen die Standpunkte von DOSB-Präsident Thomas Bach und Generaldirektor Michael Vesper, die seit Jahren gegen schärfere Dopinggesetze kämpfen.

Er selbst habe früher eine Position vertreten, die aus seiner Sicht heute nicht mehr haltbar sei, räumt der deutsche Sportfunktionär ein. "Es sind die nicht zu verurteilen, die meinten, dass die sportliche Gesetzgebung und die entsprechenden Gremien ausreichen. Es hat sich gezeigt: Sie reichen nicht aus."

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Spanien müssen sich dopende Sportler in Deutschland ausschließlich vor den Sportgerichten verantworten. Ein Gesetzentwurf der SPD, den Besitz von Dopingmittel künftig gesetzlich unter Strafe zu stellen, war in der vergangenen Woche von der Unionsfraktion abgelehnt worden. Bisher ist nur der Besitz von nicht geringen Mengen verboten.


Hinweis: Das Gespräch können Sie bis mindestens 30. Dezember 2013 als Audio-on-demand abrufen.

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