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StartseiteSport AktuellExperten sollen dopingnahe Forschung überwachen19.04.2018

SportmedizinExperten sollen dopingnahe Forschung überwachen

Die Sportmedizin in den Universitätskliniken Freiburg und Ulm stand wegen dopingnaher Forschungen in der Kritik. Unabhängige Expertengremien sollten eingesetzt werden, um derartige Forschungen zukünftig zu überwachen. Doch was ist aus diesen Plänen geworden?

Von Ralf Meutgens

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Das Logo des Sportmedizinischen Untersuchungszentrums an der Universitätsklinik in Freiburg am 03.03.2015 an einer Glastür zu sehen. (dpa/picture alliance/Patrick Seeger)
Sportmedizinisches Untersuchungszentrum in Freiburg (dpa/picture alliance/Patrick Seeger)
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Vor knapp zwei Jahren beschloss die Universitätsklinik Freiburg neue Leitlinien, um Doping zu verhindern. Vorausgegangen war Berichterstattung, maßgeblich im Deutschlandfunk, über die kontrovers diskutierte sportmedizinische Untersuchung von Leistungssportlern sowie über die Forschung zu dopingrelevanten Medikamenten. In Freiburg soll nach einer internen Mitteilung mittlerweile ein dreiköpfiges Gremium benannt worden sein. Allerdings wurde über Namen oder über die Aufnahme der Tätigkeit bis jetzt nichts bekannt gegeben.

Im Deutschlandfunk war Anfang 2017 auch das Universitätsklinikum Ulm ein Thema. Dort sollte eine auch mit öffentlichen Mitteln finanzierte Studie mit gesunden Probanden zur möglichen Leistungssteigerung durch Asthmamedikamente durchgeführt werden. Baden-Württemberg wollte daraufhin unter Federführung des Kultusministeriums eine unabhängige Expertenkommission auf Landesebene einrichten, die Forschungen dieser Art in Zukunft begutachten soll.

Aktuell teilt das Kultusministerium durch seine Pressesprecherin Christine Sattler mit, dass die Besetzung derzeit noch laufe und es keinen neuen Sachstand gebe. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium jedoch beantwortete die Anfrage des Deutschlandfunks mit einer Namensliste der Mitglieder.

Neuer Weg im Bereich der Sportmedizin

Es sind der österreichische Rechtswissenschaftler Wolfgang Schild, früherer Lehrstuhlinhaber an der Universität Bielefeld und durch Publikationen im Sportstrafrecht renommiert. Hans-Jörg Ehni, stellvertretender Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Tübingen - aktuell beschäftigt er sich mit der Ethik der biomedizinischen Forschung am Menschen.

Der frühere Direktor der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie des Leipziger Herzzentrums, Gerhard Schuler, der gerade in den USA für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Und der Schweizer Hans Hoppeler, bis 2013 Lehrstuhlinhaber für Anatomie an der Universität Bern. Er war Mitglied der sogenannten Paoli-Kommission, die die Geschichte der Freiburger Sportmedizin untersuchte.

Es sind Experten, die einen fachlich exzellenten Ruf genießen und für Unabhängigkeit stehen. Baden-Württemberg geht mit der Einrichtung dieser Kommission einen neuen Weg im Bereich der Sportmedizin. Warum man seitens des Kultusministeriums dies nicht besser kommuniziert, bleibt dahingestellt. Genau wie die Frage, ob es möglicherweise mit der geplanten Studie zu Asthmapräparaten in Verbindung steht.

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