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StartseiteSport AktuellUEFA brechen die Kandidaten weg15.03.2017

SportpolitikUEFA brechen die Kandidaten weg

Der Europäische Fußballverband UEFA wollte auf seinem kommenden Kongress vier neue Mitglieder für den FIFA-Rat wählen. Doch auf einmal gibt es nicht mehr genug Kandidaten. Im mächtigen Gremium des Weltfußballs wird den Europäern damit vorerst eine wichtige Stimme fehlen.

Von Arne Lichtenberg

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin  (AFP / ARIS MESSINIS)
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat nicht genügend Bewerber für den FIFA-Rat (AFP / ARIS MESSINIS)
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Auf dem UEFA-Kongress am 5. April in Helsinki sollten sich eigentlich fünf Kandidaten für die vier freien europäischen Plätze im FIFA-Rat zur Wahl stellen. 

Russlands stellvertretender Ministerpräsident und Ex-Sportminister Witali Mutko, der Ungar Sandor Csyani, Costakis Koutsokoumnis aus Zypern, Dejan Savicevic aus Montenegro und der Isländer Geir Thorsteinsson.

Isländer bringt UEFA in Bredouille

Doch der Russe Mutko wurde von der FIFA-Prüfungskommission nicht zugelassen und fällt damit für die Wahl aus. Und jetzt bringt der Isländer Geir Thorsteinsson die UEFA in die Bredouille. Der Skandinavier zog seine Kandidatur zurück, weil er sein Amt als Vorsitzender des isländischen Verbandes abgegeben hatte.

Nur noch drei Kandidaten für vier Posten

Damit stehen der UEFA momentan nur drei Kandidaten für vier Posten im FIFA-Rat zur Verfügung. Ersatzkandidaten wird es erst einmal keine geben, die Bewerbungsfrist sei abgelaufen, teilte die UEFA mit. Der vakante Platz müsse nun im Laufe des Jahres bei einem außerordentlichen Kongress besetzt werden, der Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest. Bis dahin haben die Europäer bei wichtigen Entscheidungen eine Stimme weniger im FIFA-Rat,  dem Nachfolger des skandalumwitterten FIFA-Exekutivkomitees.

Der Rat hat große Macht und trifft wichtige Entscheidungen, wie zuletzt die Vergrößerung der Weltmeisterschaft auf 48 Teilnehmer. Dem Rat gehören laut FIFA-Statuten 37 Mitglieder an. Normalerweise stehen der UEFA 25 Prozent der Plätze zu. Jetzt wird es vorerst ein Platz weniger sein.

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