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StartseiteVerbrauchertippWechsel auf LED-Leuchtmittel lohnt sich14.08.2017

Stiftung Warentest Wechsel auf LED-Leuchtmittel lohnt sich

Immer mehr Leuchten und Leuchtstoffröhren lassen sich mit LEDs betreiben. Diese sind zwar etwas teurer im Einkauf, aber deutlich sparsamer und auch langlebiger als die Vorgängermodelle. Auch die Farbwiedergabe des Lichts hat sich deutlich verbessert.

Von Dieter Nürnberger

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Entwicklungsleiter Markus Winkler misst am 16.06.2015 auf dem Prüfstand brennende "vosLED-Glühbirnen" in der Vosla-GmbH in Plauen (Sachsen). Die mit einem Designpreis ausgezeichnete Lampe verbindet nach Firmenangaben die Vorteile einer Glühbirne mit denen einer modernen LED-Beleuchtung. (dpa / picture alliance / Jan Woitas)
Glühlampen mit Hightech-LED aus Plauen (dpa / picture alliance / Jan Woitas)
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Der größte Vorteil der LED-Leuchtmittel ist der Energieverbrauch. Vorgänger wie die gute alte Glüh- oder auch Halogenlampe schneiden hier gegenüber der LED deutlich schlechter ab. Beispielsweise beim G4-Stecksockel - der wird überwiegend in Spotleuchten für die Zimmerdecke verwendet, meist mit einer Halogenlampe. Für dieses Kleinformat gibt es inzwischen auch passende und überzeugende LED-Alternativen, sagt Meike Sartorius von der Stiftung Warentest.   

"Wir konnten im Labor feststellen, dass sich der Stromverbrauch bei den LED-Lämpchen im Vergleich zu den alten Halogenlämpchen um 90 Prozent verringert. Während früher die Halogenlämpchen nur 15 Lumen pro Watt Lichtausbeute hatten, haben die neuen LED-Lampen 70 bis 120 Lumen pro Watt Lichtausbeute. Das ist schon eine deutliche Verbesserung."

Farbwiedergabe des Lichts verbessert

Sieben von neun getesteten LED-Lampen für den G4-Sockel bekamen eine gute Bewertung. Allerdings wurden auch Schwächen festgestellt. Denn Farbnuancen waren im Licht der alten Halogenlampe besser unterscheidbar als bei den meisten LEDs. Nur die Anbieter "Ledon" und "Mediamarkt Saturn" können auch bei der Farbwiedergabe des Lichts überzeugen. Ein weiteres Manko: Bislang sind am Markt kaum dimmbare LED-Modelle zu finden.

In den kleinen G4-Sockel passen die sparsamen LED-Lampen, doch entscheidend ist die Größe der Leuchte: "Denn die LED-Lämpchen sind oft größer als die alten Halogen-Leuchten - durch die verbaute Elektronik. Also am besten das alte Halogen-Birnchen mit in den Laden nehmen." 

Und noch ein Hinweis: Die Spotlampen werden in der Regel von einem Trafo betrieben. Wer auf LED umrüsten will, muss diesen nicht in jedem Fall austauschen, sagt Warentesterin Meike Sartorius:

"Ein Trafo, der für Halogen-Lämpchen geschaffen ist, der kann mitunter unterversorgt sein, wenn man ein LED-Birnchen da installiert. Unser sozusagen Geheimtipp für Verbraucher: In einer Leuchte, in der mehrere LEDs stecken können, sollte man noch eine alte Halogen-Lampe stecken lassen. Dann ist der Trafo nicht unterversorgt - und die Lampen leuchten alle gleich hell."

Umrüstung auch bei LED-Röhren möglich

Das zweite Testfeld in dieser Untersuchung betraf Leuchtstoffröhren. Auch hier ist eine Umrüstung mit LED möglich, zumindest dann, wenn sie mit einem konventionellen Vorschaltgerät ausgestattet sind. Dann muss der installierte Starter in der Leuchte lediglich durch einen neuen LED-Starter ausgetauscht werden, der den LED-Röhren meist beiliegt. Die Stiftung Warentest hat es ausprobiert, die Umrüstung klappe relativ problemlos: Das Ergebnis könne sich sehen lassen.

"Die neue LED-Röhre wird sofort hell. Man kennt das ja noch von den alten Leuchtstoffröhren - die haben immer erst mal ein wenig geklimpert und geflackert, bevor sie angingen. Zudem verbrauchen sie deutlich weniger Strom: Bis zu 40 Prozent Ersparnis haben wir hier festgestellt. Und man kann sie wirklich unendlich oft an- und ausschalten. Die sind so schaltfest, das haben wir überprüft. Da kann man nichts mit falsch machen."    

Zwar ist auch bei den LED-Leuchtstoffröhren die Farbwiedergabe des Lichts nur befriedigend, doch immerhin deutlich besser als bei den herkömmlichen Leuchtstoffröhren.

Fazit: Immer mehr Leuchten und auch Leuchtstoffröhren lassen sich inzwischen mit LEDs betreiben. Diese sind zwar etwas teurer im Einkauf, aber deutlich sparsamer und auch langlebiger als die Vorgängermodelle. Weshalb sich der Wechsel durchaus lohnen kann.     

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