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Stimme der Stimmlosen

Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi

Von Christoph Burgmer

Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi bei einem Pressetermin in Rom (picture alliance / dpa  /Claudio Onorati)
Die indische Schriftstellerin Mahasweta Devi bei einem Pressetermin in Rom (picture alliance / dpa /Claudio Onorati)

Zu Ehren ihres 80. Geburtstages hat man ihr im westbengalischen Kolkata, dem britischen Kalkutta, 2011 ein Denkmal gesetzt. Die Schriftstellerin Mahasweta Devi hat es gelassen hingenommen. Von ihrem Sohn und drei Adivasi gestützt, hat sie sich ins Taxi bugsieren lassen. Dann ist sie zur Einweihungszeremonie irgendwohin in die Zehn-Millionen-Metropole davongebraust.

Aber ein Denkmal für eine Schriftstellerin noch zu Lebzeiten ist nicht alltäglich.

Auch in Indien nicht. Und jene Adivasi, die kaum lesen und schreiben können, denen der globale Tsunami ökonomischer Profitmaximierung Land und kulturelle Eigenständigkeit zu zerstören droht, verbinden mit ihr, der bengalischen Schriftstellerin, eine besondere Hoffnung. Mahasweta Devis Literatur soll ein Schutzwall gegen ihren Untergang sein.

Der Autor sucht nach Spuren der Grande Dame der indischen Literatur, in Slums und Vorstädten, auf dem Land und im Dschungel des Subkontinents.


DLF 2012

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