• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 00:05 Uhr Lange Nacht
StartseiteWissenschaft im BrennpunktStörungswahn?03.02.2013

Störungswahn?

Psychiater streiten um die Zukunft ihres Fachs

In einigen Monaten erscheint das neue  amerikanische Handbuch zur Diagnose psychiatrischer Krankheiten, das "DSM-5". Aber schon heute erzeugt es heftigen Streit. Denn das "DSM-5" wird die Entwicklung der Psychiatrie auf Jahre hinaus wesentlich beeinflussen.

Von Martin Hubert

Wann ist ein Patient wirklich gefährdet - und wann leiden die Psychiater selbst unter Störungswahn? (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)
Wann ist ein Patient wirklich gefährdet - und wann leiden die Psychiater selbst unter Störungswahn? (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Kritiker meinen, dass es zu viel neue und überflüssige Störungsbilder enthalte. Außerdem definiere es Störungen oft so weich, dass auch Durchschnittsmenschen künftig zum psychiatrischen Fall würden. Die Verteidiger des Handbuchs kontern: Es habe in der Geschichte immer wieder neue Störungen gegeben, auf die die Psychiater zu reagieren hätten. Außerdem seien weiche Kriterien nötig, um Risikopatienten früh  erkennen und therapieren zu können. Wann ist ein Patient wirklich gefährdet - und wann leiden die Psychiater selbst unter Störungswahn? Der Streit zeigt, in welche Richtung sich die Psychiatrie insgesamt entwickeln könnte.

"Manuskript zur Sendung"
Störungswahn? Psychiater streiten um die Zukunft ihres Fachs

"Buchtipp:"

Allen Frances: Nomal. Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen
Aus dem Englischen von Barbara Schaden
Dumont Verlag April 2013
320 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-8321-9700-1


"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:


Links ins Netz:

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk