Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Stoffwechsel am Limit

Wie Stress krank macht

Von Kristin Raabe

Stress und Hektik prägt das Arbeitsleben nicht nur an der Börse.
Stress und Hektik prägt das Arbeitsleben nicht nur an der Börse. (AP)

Diabetes, Depressionen, Herzinfarkt, Migräne, Rheuma, Akne, Allergien, Alkoholismus und Reizdarm – die Liste der stressbedingten Erkrankungen ließe sich noch eine Weile fortführen. Studien der Krankenkassen haben ergeben, dass kein anderer Faktor so viele Krankschreibungen hervorruft wie ausgerechnet Stress.

Den Grund sehen Forscher der Universität Düsseldorf in einer zunehmenden Arbeitsintensivierung. 30 Prozent aller Arbeitnehmer geben an, dass sie in den letzten Jahren immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit verrichten müssen. Dabei ist der Stress am Arbeitsplatz genauso krankmachend wie etwa das Rauchen. Wie Stress zu körperlichen Symptomen führt, haben Forscher von der Universität Trier gründlich untersucht und außerdem ein System entwickelt, das genau untersucht, welches biochemische System im Körper durch den Stress aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Das so genannte "Neuropattern-Testsystem" , erproben die Wissenschaftler von zur Zeit in über 1000 Hausarztpraxen. Nach dem Test erhält jeder Patient eine individuelle Behandlungsempfehlung. Beispielsweise ist nicht für jeden Stresspatienten ein Entspannungstraining geeignet. Auch Ernährungstipps gehören zu den Empfehlungen der Trierer Ärzte, denn mit der richtigen Ernährung fällt es leichter bestimmte Hormone zu synthetisieren, die wiederum bei der Stressverarbeitung helfen.  In einer Sache sind sich allerdings alle Stressforscher einig. Eine Pille, die den Körper stressresistent macht, wird es nie geben.
 
"Manuskript zur Sendung:"

Stoffwechsel am Limit

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspStändig unter Druck
     &nbsp(Lebenszeit vom 25.11.11)

     &nbspBurn-out in aller Munde
     &nbsp(Aktuell vom 07.10.11)

     &nbspWenn Arbeit krank macht
     &nbsp(Feiertag vom 22.05.11)

     &nbsp-Von der Stressfalle in den Psycho-Workshop
     &nbsp(Sprechstunde vom 03.05.11)

     &nbspMal ganz langsam
     &nbsp(Hintergrund vom 25.04.11)

     &nbspWenn Information krank macht
     &nbsp(Hintergrund vom 24.04.11)

     &nbspKulturwissenschaftler: Heutige Arbeitswelt macht krank
     &nbsp(Radiofeuilleton: Thema vom 22.03.11)

     &nbspStress lass nach
     &nbsp(Gesundheit vom 15.04.10)

Links ins Netz:

     &nbspNeuropattern-Methode

     &nbspUniversität Trier: Neuropattern-Methode

     &nbspUni-Klinik Essen: Arbeitsgruppe Professor Schedlowski

     &nbspUniversität Düsseldorf: Sozialer Stress und Gesundheit

     &nbspInstitut für Arbeitsforschung: Flexible Verhaltenssteuerung

     &nbspDer Spiegel: Themenseite Burn Out

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

High-tech in der TierforschungEin Storch geht online

Drei Störche liegen in ihrem Nest, "Storchenvater" Wolfgang Schäfle schaut auf sie herunter.

Immer leistungsfähigere Mini-Computer und Sender am Körper wild lebender Tiere machen es möglich, Wanderwege, Gruppenverhalten und Körperfunktionen in Echtzeit zu untersuchen, vom Schmetterling bis zum Weißen Hai. In Radolfzell am Bodensee verfolgen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie die Flugbewegungen von Störchen mit Sendern. Drei dieser Störche wurden jetzt nach der Deutschlandfunk-Sendung "Wissenschaft im Brennpunkt" benannt.

Forschen im AuslandBoston oder Berlin?

Blick auf den East River mit Manhattan im Hintergrund, aufgenommen vom Ufer in Williamsburg, Brooklyn, New York am 22.06.2014.

Wer forschen will, den zieht es in die USA – das ist seit Jahrzehnten so und wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Und es ist gut, denn in Amerika lernen die deutschen Nachwuchswissenschaftler andere Arbeitsweisen kennen und können sich ein internationales Netzwerk aufbauen.

Versenkte MunitionBomben in der Tiefe

Ein Taucher schwimmt in einem Wrack, in dem von Algen überwachsene Fässer herumliegen.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind fast 70 Jahre vergangen, aber bis heute schlummern in den Ozeanen der Welt Millionen Tonnen Munition. Sie zu bergen ist extrem aufwendig - und für die Taucher nicht ganz ungefährlich.