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Streit mit VerlegernWDR mit weniger Text im Netz

Programmausfall beim WDR durch Warnstreiks Oliver Berg (http/ Oliver Berg)
Der WDR setzt online künftig verstärkt auf Audio und Video. (http/ Oliver Berg)

Der Westdeutsche Rundfunk setzt im Internet künftig stärker auf Audio- und Videodateien und weniger auf Textinhalte.

Der öffentlich-rechtliche Sender geht damit nach eigenen Angaben auf die Verleger zu. WDR-Intendant Buhrow sagte: "Ich will keine Energie in überflüssige Rechtsstreitigkeiten stecken, sondern ein starkes Neben- und Miteinander von Sendern und Zeitungen fördern." Man setze bei [wdr.de|www.wdr.de] jetzt stärker auf den eigenen Kernauftrag, die wesentlichen nachrichtlichen Fakten fasse man textlich nur noch knapp zusammen.

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Döpfner, hatte im September das Engagement der öffentlich-rechtlichen Sender im digitalen Bereich kritisiert. Er sprach von "einer gebührenfinanzierten digitalen Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt und uns Presseverlagen kaum Entfaltungsmöglichkeiten lässt."

Mit Blick auf die Kritik von Zeitungsverlegern sagte ZDF-Intendant Bellut, er habe selbst noch nie eine Beschwerde eines deutschen Verlags gehört, "wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören". Der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte Bellut, das ZDF habe sich bei den Textbeiträgen auf der eigenen Internetseite zurückgenommen, "was sich nicht immer positiv auf unseren Erfolg auswirkt."