Dienstag, 19.06.2018
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

LesungStudio LCB

Im Literarischen Colloquium Berlin, Am Sandwerder 524.07.2018 19:30 Uhr, Berlin
(Deutschlandradio)

Lesung: Karl-Heinz Ott

Gesprächspartner: Anna-Katharina Hahn und Joachim Kalka

Am Mikrofon: Maike Albath

Was macht eigentlich den Charakter enger Beziehungen aus: Liebe oder doch eher Hass? Karl-Heinz Ott versteht sich auf die Abgründe von Ehen und Familien und erforscht mit kühlem Blick und abgründiger Komik das Leben in all seinen makabren Ausformungen. In seinem neuen Roman ‚Und jeden Morgen das Meer‘ muss Sonja nach dreißig Jahren als Chefin eines Hotels am Bodensee mit dem ungeklärten Tod ihres Mannes zurechtkommen. War es Selbstmord? Das etablierte Feinschmeckerlokal entpuppt sich jedenfalls als Schuldenberg – ihr Schwager springt in die Bresche, aber nur, wenn Sonja verschwindet. Sie landet in Wales. Öde Landschaft, Wind und Regen, zugige Häuser und schlechtes Essen. Doch das allgemeine Grau entwickelt ungeahnte Qualitäten. Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, ist Romancier, Dramatiker und Musikwissenschaftler, hat Übersetzungen von Maupassant und Chateaubriand vorgelegt und sich in seinen Werken ebenso mit Georg Friedrich Händel wie mit Jean-Jacques Rousseau beschäftigt. Im Studio LCB wird er mit der Stuttgarter Schriftstellerin Anna-Katharina Hahn und dem Schriftsteller und Übersetzer Joachim Kalka über den deutschen Südwesten und die Triebkräfte des Unglücks diskutieren.

Sendung: 28. Juli 2018, 20.05 Uhr · Deutschlandfunk

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