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Montag, 26.02.2018
 
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LesungStudio LCB

Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 513.03.2018 19:30 Uhr, Berlin
(Deutschlandradio)

Lesung: Esther Kinsky

Gesprächspartner: Insa Wilke und Ian Galbraith

Moderation: Katharina Teutsch

Noch bevor der Begriff des Nature Writing Einzug in die Feuilletons gehalten hat und der Trend zur literarischen Naturbetrachtung auch die Verlage erreichte, hat Esther Kinsky über Landschaften geschrieben. In ihren inzwischen vier Gedichtbänden geht es um wilde Pflanzen und karge Topografien. 'Geländeroman' ist die Genrebezeichnung ihres neuen Romans. In 'Hain' macht sich Esther Kinsky gleich in mehrfacher Hinsicht auf die Reise: Nach dem Tod des Geliebten setzt die Ich-Erzählerin sich ins Auto und fährt nach Italien. Dort geraten Eindrücke von heute mit den Erinnerungen an den Toten und noch weiter zurückliegenden Erinnerungen an die eigene Kindheit in Italien miteinander ins Gespräch. Bereits in ihrem großen Roman 'Am Fluß' überzeugte Esther Kinsky die Literaturkritik von ihrer unsentimentalen und doch schmerzlich empathischen Erzählweise. Diese sei auch immer eine Sehweise, sagt Kinsky. Denn wie auch der Urahn des angloamerikanischen Nature Writing, Henry David Thoreau, geht es ihr darum, zu benennen, was sie sieht. Was steckt in diesem Bedürfnis, einen Namen für etwas zu finden? In dieser Suchbewegung, sagt Kinsky, die auch als Übersetzerin aus dem Ungarischen und Polnischen arbeitet, entsteht ein Dialog zwischen der Geschichte des Erzählers und der Geschichte des Objekts. Mit Esther Kinsky diskutieren über den Zusammenhang von Sehen und Benennen der Übersetzer Ian Galbraith sowie die Literaturkritikerin Insa Wilke.

Sendung: Deutschlandfunk • 31. März 2018 • 20.05 Uhr

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