Hörspiel / Archiv /

 

Studiozeit Hörspiel Die andere Sprache der Erinnerung

EinarSchleefMonolog

Von Ulrike Janssen

Das Sprechen wird zum Thema.
Das Sprechen wird zum Thema. (AP)

Einar Schleef, Regisseur, Bühnenbildner und Schriftsteller, der in gewaltigen Inszenierungen auf chorisches Sprechen setzte, war als "sprechender Mensch" selbst ein Phänomen. Schleef stotterte, seit er mit 16 einen schweren Bahnunfall hatte. Und konnte doch mit unerhörter Intensität Puntila, Faust oder Nietzsches "Ecce Homo" sprechen, schreien, flüstern, deklamieren. Der Sprach-Körper wurde zum Medium, mit dem sich die Unterseite der deutschen Geschichte freilegen ließ.

Mit unveröffentlichtem Material aus dem Nachlass und Aufnahmen aus öffentlichen Archiven porträtiert die Autorin Einar Schleef und zeichnet Stationen seines Lebens nach.

Regie: Ulrike Janssen
Mit Einar und Gertrud Schleef, Ulrike Janssen, Susanne Reuter und Norbert Wehr
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 2006
Länge: ca. 49'

Ulrike Janssen, geboren 1967, Studium der Germanistik, Philosophie, Französisch, Promotion mit einer Arbeit über "Heilige Zeichen", seit 2001 freie Hörfunkautorin und -regisseurin, lebt in Köln.



Mehr bei deutschlandradio.de

Produktion:

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörspiel

Hörspiel des MonatsVersuch über die kaskaische Steppe. Lieder aus Stalins Lager

Die Autoren Olga Martynova und Oleg Jurjew (r.)

Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste: Was gibt es Schöneres, als gut erzählten Geschichten zu lauschen?

25 Jahre Mauerfall Kosemund

Die Schauspielerin Ursula Karusseit liest während den Hörspielaufnahmen im Studio.

Es ist kalt im Winter 1989/90. Bauer Kosemund hat nach einer Kneipentour durch Westberlin die letzte S-Bahn verpasst. Ihm bleibt nur ein Fußmarsch durch die Nacht Richtung Osten. Auf der Landstraße wird er Zeuge einer Verfolgungsjagd, die in einer Schießerei endet.

ErinnerungenWiedersehen mit Brideshead

Der britische Schriftsteller Evelyn Waugh im Jahre 1961.

Schloss Brideshead, der barocke Landsitz der Marchmains, einer alten aristokratischen Familie katholischen Glaubens: Hauptmann Charles Ryder wird 1944 mit seiner Einheit überraschend dorthin versetzt. Für ihn ist es ein Wiedersehen mit Brideshead, das wehmütige Erinnerungen heraufbeschwört.