Hörspiel / Archiv /

 

Studiozeit Hörspiel Meine Goldberg-Variationen

oder: Schichten und Geschichten

Von Florian Goldberg

Der Davidstern auf dem gerade restaurierten jüdischen Friedhof in Kröpelin
Der Davidstern auf dem gerade restaurierten jüdischen Friedhof in Kröpelin (picture alliance / dpa)

"Ist deine Familie eigentlich jüdisch?" Als seine Freundin ihm diese Frage stellt, scheint die Antwort klar. "Wir sind keine Juden!" hatte selbst der humanistisch gesinnte Vater versichert, und Großvater Goldberg, ein vermeintlich strammer Nazi, hatte einen Ahnenforscher beauftragt, das zu beweisen.

Spätestens seitdem lebte die gesamte Familie in dieser festen Überzeugung. Die gesamte Familie?

Es beginnt ein Befragen und Erzählen, das sich immer tiefer hineingräbt in Familienschichten und geschichten. Dabei entspinnt sich ein ebenso skurriles wie tragisches Panoptikum des 20. Jahrhunderts.

Gehörtes, Erinnertes, Erdachtes fließen ineinander, verwirren und entwirren sich wieder. "Wen kümmert"s", sagt am Ende die Mutter, "ob eine Geschichte stimmt oder nicht - solange sie gut erzählt ist?"


Regie: Heike Tauch
Komposition: Jakob Diehl
Mit Jens Harzer, Valery Tscheplanowa, Hildegard Schmahl, Fritz Lichtenhahn u.a.
WDR 2012/ca. 49'



Mehr bei deutschlandradio.de

Produktion:

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörspiel

Geschichtenerzählen Inside Qivittoq

Merzouga: Janko Hanuvesky und Eva Pöpplein (von links).

Wenn es dunkel ist und draußen die Winterstürme toben, treffen sich die Grönländer und erzählen sich gruselige Qivittoq-Geschichten.

MitternachtskrimiSherlock Holmes und die Whitechapel-Morde (3/3)

London: Westseite des Big Ben (Elizabeth Tower)

Neben der brillanten BBC-Fernsehreihe "Sherlock" haben alle nachkommenden Sherlocks einen schweren Stand. Doch auch schon in der Vergangenheit fand sich unter den unzähligen nachahmenden oder parodierenden Holmes-Adaptionen kaum eine, die dem Geist des Originals gerecht wurde. Alfred Marquart hat die Aufgabe 1996 wie folgt gelöst.

KlassikerDie Kameliendame

Der Regisseur Clemens Schönborn aufgenommen am 02.09.2013 bei der Filmpremiere von "Liberace" im Admiralspalast in Berlin.

Wer war die Kameliendame - aufopfernde Liebende oder raffgierige Geschäftsfrau? Was war der Ursprung ihrer Geldgier - Geschäftssinn oder kultische Verschwendungssucht? Clemens Schönborn inszeniert ein Hörspiel aus der Frühzeit des Kapitalismus, als der Glanz des Geldes noch betörend war.