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Studiozeit Hörspiel Meine Goldberg-Variationen

oder: Schichten und Geschichten

Von Florian Goldberg

Der Davidstern auf dem gerade restaurierten jüdischen Friedhof in Kröpelin (picture alliance / dpa)
Der Davidstern auf dem gerade restaurierten jüdischen Friedhof in Kröpelin (picture alliance / dpa)

"Ist deine Familie eigentlich jüdisch?" Als seine Freundin ihm diese Frage stellt, scheint die Antwort klar. "Wir sind keine Juden!" hatte selbst der humanistisch gesinnte Vater versichert, und Großvater Goldberg, ein vermeintlich strammer Nazi, hatte einen Ahnenforscher beauftragt, das zu beweisen.

Spätestens seitdem lebte die gesamte Familie in dieser festen Überzeugung. Die gesamte Familie?

Es beginnt ein Befragen und Erzählen, das sich immer tiefer hineingräbt in Familienschichten und geschichten. Dabei entspinnt sich ein ebenso skurriles wie tragisches Panoptikum des 20. Jahrhunderts.

Gehörtes, Erinnertes, Erdachtes fließen ineinander, verwirren und entwirren sich wieder. "Wen kümmert"s", sagt am Ende die Mutter, "ob eine Geschichte stimmt oder nicht - solange sie gut erzählt ist?"


Regie: Heike Tauch
Komposition: Jakob Diehl
Mit Jens Harzer, Valery Tscheplanowa, Hildegard Schmahl, Fritz Lichtenhahn u.a.
WDR 2012/ca. 49'



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