Hörspiel / Archiv /

 

Studiozeit Hörspiel Ovale Fenster. Ein Hirnwettlauf im Allerhörbarsten

Hörspiel des Monats

Von Thomas Weber und Volker Zander

Dietmar Dath (l.) und Barbara Kirchner auf dem Blauen Sofa bei René Aguigah (r.) (Deutschlandradio - Annina Müller)
Dietmar Dath (l.) und Barbara Kirchner auf dem Blauen Sofa bei René Aguigah (r.) (Deutschlandradio - Annina Müller)

"'Egal wer es geschaffen hat, wem es gehört, wer es benutzt und wozu', in seinem eigenen Hirn kenne er sich selbst am besten aus, behauptet der Physiologe und Physiker Hermann von Helmholtz (1821 - 1894) und fordert den lieben Gott zu einem Wettrennen heraus.

Noch während der sich seine Turnschuhe zuschnürt, hechtet Helmholtz durch das ovale Fenster im rechten Ohr in seinen eigenen Kopf. Das titelgebende ovale Fenster von Thomas Webers und Volker Zanders Hörstück ist eine Membran, die das Mittel- vom Innenohr separiert und als Verstärkerelement Schallwellen aus der Luft auf die Ohrflüssigkeit überträgt. ( ... )

Dietmar Daths extra für dieses Hörstück verfasster Text steht in der Tradition der fantastischen Literatur. In ihm treffen die Naturwissenschaften des 19. auf Diskurse des 21. Jahrhunderts, eindimensionale Science-Fiction auf wahrnehmungspsychologische Paradoxien und typisch Dath´sche Satzverschachteltungen auf Helmholtz´ nicht minder verschachtelte Sätze zur Sinnesphysiologie des Hörens.

Grundiert, illustriert und beglaubigt werden sie von den flirrenden Sounds des Elektroniktrios 'Kammerflimmer Kollektief'.

Zusammen mit den O-Tönen der amerikanischen Musikpsychologin Diana Deutsch ergibt sich ein amüsantes und inspirierendes erzählerisch-diskursiv-musikalisches Kontinuum." (Aus der Begründung der Jury)


Mit Texten von Dietmar Dath und Hermann von Helmholtz
Realisation: die Autoren
Komposition: Kammerflimmer Kollektief
SWR 2012/ca 49'



Mehr bei deutschlandradio.de

Produktion:

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörspiel

RuandaHate Radio

Fotos zeigen in Ruandas Hauptstadt Kigali Opfer des Genozids. (picture alliance / dpa / Dai Kurokawa)

Radio ist ein Begleitmedium, heißt es. Auch ein Begleitmedium beim Morden? "Hate Radio" zeigt, dass Worte töten können und es getan haben. Der Massenmord, der sich 1994 in Ruanda ereignete, hatte einen "Soundtrack", und der kam aus dem Radio.

Mitternachtskrimi It’s your turn

Ein Mann in einem Mantel läuft durch eine Straße. (imago / Westend61)

Eddi, 23, hat Stress. Gerade aus dem Jugendstrafvollzug entlassen, versucht er peinlich genau die Bewährungsauflagen einzuhalten und plant schon das nächste krumme Ding: die Entführung der reichen Rentnerin Karla.

Klassiker Im Westen nichts Neues

Der Schriftsteller Erich Maria Remarque bei seiner Ankunft zu den Berliner Festwochen am 10. September 1956 auf dem Flughafen Tempelhof. (picture-alliance/ dpa / Bruechmann)

Es gibt wenige Dokumente, die das Grauen des Ersten Weltkrieges so überzeugend aus der Innenansicht eines Soldaten erzählen wie der 1928 erschienene Roman "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque. Er gehört zu den auflagenstärksten Büchern weltweit.