Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv /

 

Suchen, schürfen, schreddern

Rezepte gegen Chinas Rohstoff-Dominanz

Von Jan Lublinski

Abbau von Seltenen Erden in der Bayan Obo-Mine bei Baotou in der Autonomen Region Innere Mongolei der Volksrepublik China (picture alliance / dpa)
Abbau von Seltenen Erden in der Bayan Obo-Mine bei Baotou in der Autonomen Region Innere Mongolei der Volksrepublik China (picture alliance / dpa)

Die Aufregung in der westlichen Industrie war groß als China vor knapp zwei Jahren den Export von Seltenen Erden massiv beschränkte. Diese speziellen Metalle werden dringend benötigt für Flachbildschirme, Glasfaserkabel oder Windkraftanlagen.

China hatte über viele Jahre die ganze Welt mit Seltenen Erden beliefert; die Preise waren immer moderat gewesen. Nun aber wechselte die Regierung im Reich der Mitte die Gangart: Sie will die Spezialrohstoffe für sich behalten, und die High-Tech-Geräte lieber selbst produzieren. Deutsche Geologen und Industrievertreter suchen nun fieberhaft nach alternativen Bezugsquellen. Chemiker beginnen indes mit raffinierten Verfahren, die Seltenen Erden aus Sondermüll zu recyceln, während in Kalifornien und Australien zwei neue Minen mit der Förderung beginnen. Doch diesen Lagerstätten fehlen einige entscheidende Metalle: die sogenannten schweren Seltenen Erden. Diese sind außerhalb Chinas nur am Polarkreis in ausreichender Menge zu finden: Im Norden Kanadas, in Alaska, in Grönland. Die Investoren zögern noch.


"Manuskript zur Sendung:"

Suchen, Schürfen, Schreddern

"Weiterführende Links:"

Seiten des Deutschlandradios:

     &nbspChinas Quasi-Monopol
     &nbsp(Forschung aktuell vom 23.04.12)

     &nbspMit ProgRess gegen die Verschwendung wertvoller Rohstoffe
     &nbsp(Umwelt und Verbraucher vom 29.02.12)

     &nbspSeltene Erden und schmutzige Geschäfte
     &nbsp(Hintergrund: Dossier vom 17.02.12)

     &nbspRohstoffmangel könnte den Vormarsch der Elektroautos bremsen
     &nbsp(Forschung aktuell vom 13.02.12)

     &nbspIndustrie-Allianz zur Rohstoffsicherung nimmt Formen an
     &nbsp(Wirtschaft und Gesellschaft vom 30.01.12)

     &nbspWohin mit alten Handys
     &nbsp(Radiofeuilleton: Elektronische Welten vom 30.01.12)

     &nbspErntehelfer für die Tiefsee
     &nbsp(Radiofeuilleton: Elektronische Welten vom 19.01.12)

     &nbspSchatz am Tiefseegrund
     &nbsp(Forschung aktuell vom 04.07.11)

     &nbspBergbauboom in Schweden
     &nbsp(Forschung aktuell vom 28.06.11)

     &nbspEin lohnender Blick unter heimischen Boden
     &nbsp(Hintergrund vom 20.05.11)

     &nbspMangelware im Periodensystem
     &nbsp(Forschung aktuell vom 24.03.11)

     &nbsp''Die Rohstoffklemme ist punktuell bereits da""
     &nbsp(Interview vom 26.10.10)

     &nbspWettstreit um wertvolle Rohstoffe
     &nbsp(Aktuell vom 16.08.10)

     &nbspGlobaler Kampf um Rohstoffe
     &nbsp(HIntergrund vom 24.07.10)

Links ins Netz:

     &nbspHelmholtz Institut Freiberg für Ressourcentechnologie

     &nbspInstitut für Technische Chemie, TU Freiberg

     &nbspDeutsche Rohstoffagentur

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Wissenschaft im Brennpunkt

Bürger forschtWie Citizen Science die Wissenschaft fördert

Die Hobby-Ornithologen Witiko Heuser (l) und Ingo Rösler (r) stehen mit ihren Feldstechern und Spektiven auf dem Dach des Posthochhauses der Commerzbank am Rande des Hauptbahnhofs von Frankfurt am Main (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst )

Sie zählen Vögel in ihren Vorgärten, messen das Ausmaß der Lichtverschmutzung auf ihrem Balkon oder klassifizieren ferne Galaxien: Citizen Science ist zu einer Massenbewegung geworden. Doch die Hilfe der Amateure ist unter Forschern nicht unumstritten.

AusleseFreunde fürs Leben

Petrischalen mit Bakterienkulturen (dpa / picture alliance / Michael Rosenfeld)

Viren und Bakterien haben einen miesen Ruf. Sie gelten gemeinhin als Krankmacher, die es verdienen, mit allen Mitteln bekämpft zu werden. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Sowohl Viren als auch Bakterien können auch heilende Wirkung haben.

Mikroben Die geheimen Begleiter aller Lebewesen