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Superman

Und wie er in die Welt kam

Von Lorenz Schröter

Eine lebensgroße Superman-Figur vor dem Superman-Museum in Metropolis, Illinois.
Eine lebensgroße Superman-Figur vor dem Superman-Museum in Metropolis, Illinois. (AP Archiv)

Als Joe Shuster und Jerry Siegel den Mann mit der blauen Ganzkörperstrumpfhose erfanden, ihn nach Nietzsches Übermenschen benannten und ihn in Fritz Langs Metropolis auf Verbrecherjagd schickten, ahnten die bitterarmen jüdischen Einwandererkinder nicht, dass sie gerade den amerikanischen Mythos schlechthin und ein ganzes Genre erfunden hatten.

Sie hatten eines der teuersten Druckerzeugnisse des 20. Jahrhunderts geschaffen und lösten einen jahrzehntelangen Copyright-Prozess aus. Während die Supermanerfinder um die Rechte an ihrer Figur kämpften, setzten sie ihre Talente anderweitig ein.

Vor Kurzem sind zum Beispiel Sado-Maso-Comics aus den 50er-Jahren entdeckt worden, die von dem halbblinden Supermanzeichner Joe Shuster stammten.

Comics, die jüdischen Nazis in den USA als Vorlage dienten, Obdachlose zu ermorden und den Psychiater Fredric Wertham auf den Plan riefen. Werthams Kampf gegen Gewalt und Sex führte zu einer Senatsanhörung, Bücherverbrennungen und einer Comiczensur.

Doch die Geschichte des ältesten ununterbrochen erscheinenden Comics geht weiter.


Regie: Robert Steudtner
DLF 2012

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