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Synthetische DrogenLSD vor 75 Jahren entdeckt

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Vor 75 Jahren entdeckt der Schweizer Chemiker Albert Hofmann die synthetische Droge LSD. (imago stock&people)

Bei der Suche nach einem Medikament zur Anregung des Kreislaufs entdeckte heute vor 75 Jahren der Schweizer Chemiker Albert Hofmann die halluzinogene Wirkung der synthetischen Droge Lysergsäure-Dethylamid, kurz LSD.

Spuren der Substanz gelangten in Hofmanns Körper und verhalfen ihm zu einem "wunderbaren Erlebnis". Daraufhin experimentierte der Wissenschaftler mit der Droge. Das Viertel eines tausendstel Gramms verursachte einen "Horrortrip" - Hofmann quälten nach eigenen Angaben schwerste Halluzinationen.

In den 1960er- und den 1970er-Jahren wurde LSD insbesondere von Anhängern der Hippiebewegung zur Bewusstseinserweiterung geschluckt, dann wegen seiner gefährlichen Wirkungen verboten. Auch heute noch ist der Konsum von LSD illegal. Doch Mediziner entdecken allmählich das therapeutische Potenzial der Droge wieder und setzen es vor allem in der Hirnforschung zur Bekämpfung von Depressionen ein. Forscher haben herausgefunden, dass LSD im Gehirn an die Rezeptoren für den Neurotransmitter Serotonin andockt, einem unserer Glückshormone.