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SyrienBerichte über Luftangriffe falscher Alarm?

Man sieht durch die verrostete Halterung eines Schildes einen Motorradfahrer auf einer Straße. Im Hintergrund zerstörte Häuser vor blauem Himmel.  (EPA / YOUSSEF BADAWI )
Raketen sollen auf eine Militärbasis nahe Homs abgeschossen worden sein - hier ein Archivbild aus der Stadt. (EPA / YOUSSEF BADAWI )

Aus Syrien kommen widersprüchliche Berichte über einen erneuten Luftangriff.

Syrische Staatmedien berichteten in der Nacht, es seien mehrere von israelischen Kampfflugzeugen abgefeuerte Raketen abgefangen worden. Ziele seien Militärflughäfen nahe der Hauptstadt Damaskus und der Stadt Homs gewesen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete von heftigen Explosionen nahe der beiden Luftwaffenstützpunkte.

Die Deutsche Presse-Agentur meldete später unter Berufung auf syrische Militärkreise, es habe sich um einen falschen Alarm gehandelt. Dadurch sei der Einsatz zahlreicher Flugabwehrraketen und -geschütze ausgelöst worden. Das israelische Militär erklärte, man kommentiere die Berichte nicht. Vom Verteidigungsministerium in Washington hieß es, es gebe derzeit keine Aktivitäten der US-Armee in der Region Homs.

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien aus der Luft angegriffen und dies mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der Stadt Duma begründet.

Die russische Botschaft am Sitz der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag teilte gestern Abend mit, Experten der OPCW könnten am Mittwoch zur Untersuchung der Vorwürfe nach Duma reisen. Bis dahin müssten noch die Straßen dorthin von Minen geräumt werden.

Frankreich und die EU kündigten neue Initiativen für eine politische Lösung des Konflikts an. Entsprechend äußerten sich der französische Präsident Macron und die EU-Außenbeauftragte Mogherini.

Diese Nachricht wurde am 17.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.