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SyrienKriegsreporter Pelda befürchtet Eskalation

Der Journalist und Kriegsberichterstatter Kurt Pelda (Imago Jürgen Heinrich)
Der Journalist und Kriegsberichterstatter Kurt Pelda (Imago Jürgen Heinrich)

Der Journalist und Kriegsberichterstatter Pelda glaubt nicht an einen baldigen Frieden in Syrien.

Solange eine Seite militärisch am Drücker sei, habe sie kein Interesse an Friedensgesprächen mit ihren Gegnern, sagte Pelda im Deutschlandfunk (Audio-Link). Zudem befürchtet der Schweizer Journalist, dass es zu einer Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel auf syrischem Boden kommen könnte. Seiner Ansicht nach sollte das den Westen aufrütteln: Denn dann habe man auf einer Seite eine Atommacht und auf der anderen Seite eine regionale Großmacht.

Der Kriegsreporter warf dem Westen vor, bisher eigentlich "alles falsch gemacht" zu haben. Der Westen habe in Syrien keinen Plan und keine Strategie, und in dieses Vakuum seien andere Mächte wie Russland und der Iran gestoßen.

Pelda geht zudem davon aus, dass das syrische Militär in den vergangenen Monaten immer wieder ungestraft Chlorgas im Kampf eingesetzt hat. Darauf sei mit dem Luftangriff jetzt endlich eine Antwort gekommen.

Diese Nachricht wurde am 15.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.