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StartseiteGesichter EuropasDer Niedergang einer Kulturpflanze16.09.2017

Tabakanbau in BulgarienDer Niedergang einer Kulturpflanze

Seit Jahrhunderten wird in Bulgarien Tabak angebaut. Seinen Höhepunkt erlebte der Wirtschaftszweig Ende der 1960er Jahre, als das sozialistische Land der weltgrößte Exporteur von Tabakerzeugnissen war. Ein Achtel der Bevölkerung war damals in der Tabakindustrie beschäftigt.

Von Dirk Auer und Andreas Kunz

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Eine moslemische Bulgarin bindet am 17.7.2003 während der Tabakernte auf einem Feld nahe der Ortschaft Sofino in den Rodopi Bergen Tabakblätter zusammen. (picture alliance / dpa / Vassil Donev)
Tabakanbau in Bulgarien (picture alliance / dpa / Vassil Donev)

Doch die großen Zeiten des "bulgarischen Goldes" sind vorbei. Ganze Dörfer verlieren nach und nach ihre traditionelle Lebensgrundlage - worunter vor allem die muslimische Bevölkerung leidet, in deren Hand sich der Tabakanbau traditionell befindet. Auch sonst produziert der Tabak heute eher negative Schlagzeilen. Sei es rund um den ehemaligen Staatsbetrieb "Bulgartabak", dem Schwarzhandel mit syrischen Bürgerkriegsparteien nachgesagt wird, oder bei den fast täglichen Nachrichten über Polizeiaktionen gegen den millionenschweren Schwarzmarkt für Zigaretten.

(DLF 2016)

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