Die Nachrichten
 

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

Die Nachrichten
 

Time Magazin#MeToo ist Person des Jahres

"#MeToo"-Protest in Hollywood, Opfer von protestieren gegen sexuelle Gewalt und Belästigung. (AFP/Mark Ralston)
"#MeToo"-Protest in Hollywood (AFP/Mark Ralston)

Das US-amerikanische Magazin "Time" hat die Frauen und Männer der #MeToo-Bewegung zur "Person des Jahres 2017" gewählt.

Damit würdige man alle diejenigen, die ihre Stimme gegen sexuelle Übergriffe erhoben hätten, teilte das Magazin in New York mit. Nach Vorwürfen gegen den Hollywood-Filmproduzenten Weinstein hatten viele Frauen in Online-Foren unter dem Schlagwort #MeToo von sexuellen Belästigungen und Sexismus berichtet.

Das "Time" Magazin verleiht den Titel jedes Jahr an die einflussreichsten Perönlichkeiten des Weltgeschehens. In diesem Jahr gehörten auch Nordkoreas Staatschef Kim und der amerikanische Präsident Trump zu den Kandidaten.

Trump hatte Ende November mit einem Tweet für Debatten gesorgt: Er twitterte, das "Time Magazine" habe angerufen, um ihm zu sagen, dass er "wahrscheinlich" wieder "Person des Jahres" werde - so wie schon vergangenes Jahr. Er habe aber einem Interview und einem größeren Fototermin zustimmen sollen. Und da habe er verzichtet und gesagt: "wahrscheinlich" reiche nicht. "Time" kommentierte diplomatisch, der Präsident habe "inkorrekt" wiedergegeben, wie man die "Person des Jahres" auswähle. Der Redaktionsverantwortliche Alan Murray wurde deutlicher: Er twitterte, es sei kein Körnchen Wahrheit an der Geschichte.