Die Nachrichten

Letzte Sendung hören:07:00 Uhr Nachrichten
schliessen

Deutschlandfunk24 Die Nachrichten

 
 
 
Nachrichten   
 
0:00
 
 
 
 

Nachrichten

Todesstrafe im IranParlament billigt Ausnahmen bei kleineren Drogendelikten

Exil-Iraner protestieren in Berlin gegen Hinrichtungen in ihrem Heimatland (dpa/picture-alliance/Jörg Carstensen)
Exil-Iraner protestieren in Berlin gegen Hinrichtungen in ihrem Heimatland (dpa/picture-alliance/Jörg Carstensen)

Im Iran können tausende Häftlinge darauf hoffen, dass ihr Todesurteil in eine Gefängnisstrafe umgewandelt wird.

Das Parlament in Teheran billigte heute eine entsprechende Gesetzesänderung bei Rauschgiftdelikten. Danach wird ein Drogenhändler und -produzent erst ab einer Menge von zwei Kilogramm Heroin oder Kokain mit dem Tode bestraft. Bislang galt eine Höchstmenge von 30 Gramm. Für Opium und Marihuana wurde der Grenzwert von fünf auf 50 Kilo erhöht. Auf eine Umwandlung ihrer Todesstrafe können Schätzungen zufolge etwa 5.300 Häftlinge hoffen. Dem neuen Gesetz muss der iranische Wächterrat noch zustimmen.