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StartseiteDossierTotenstille21.09.2012

Totenstille

Die Folgen des Sparzwangs in der deutschen Rechtsmedizin

Im Fernsehen haben Gerichtsmediziner oft die entscheidende Rolle bei der Aufklärung eines Verbrechens. Doch während sich Serien um Gerichtsmediziner großer Beliebtheit erfreuen, werden in der Realität viele Rechtsmedizininstitute geschlossen: aus Kostengründen.

Von Dorothea Brummerlohl

Bei der Aufklärung eines Mordes kommt in der Regel die Gerichtsmedizin ins Spiel.  (picture alliance / dpa / Guillaume Bonnefont)
Bei der Aufklärung eines Mordes kommt in der Regel die Gerichtsmedizin ins Spiel. (picture alliance / dpa / Guillaume Bonnefont)
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Der Berufsverband der Rechtsmediziner fürchtet um die Qualität der Ausbildung, wenn dieser Trend sich fortsetzt. Eine Gefahr auch für die Rechtssicherheit. Deutschland ist, gemessen an der Qualität der Leichenschau, der Zahl der Obduktionen, das Schlusslicht in Europa. So bleiben jährlich 1200 – 1400 Fälle von Tötungsdelikten unentdeckt. Das ist alarmierend und doch seit Jahren bekannt.

Mit Sorge beobachten die Justizminister der Länder diese Entwicklungen. In einem ihrer Beschlüsse weisen sie mit Nachdruck darauf hin, dass ein weiterer Rückbau dem berechtigten Interesse der Allgemeinheit an einer wirksamen Strafverfolgung zuwiderläuft und fordern eine verbesserte Qualität der Leichenschau. Das war vor drei Jahren.

DLF 2012

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