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StartseiteEine WeltVertrauensperson für seine Anhänger12.05.2018

Trump-AuftrittVertrauensperson für seine Anhänger

Trump hat mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit Iran ein Wahlkampfversprechen eingelöst. International stieß das auf große Kritik. Doch seine Anhänger feiern ihn dafür. In ihren Augen hat er geliefert. Das wird bei einer seiner Kundgebungen in Elkhart, Indiana, deutlich.

Von Timo Fuchs

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"Versprechen gehalten" steht auf Schildern, die Trumps Team vor der Middle School in Elkhart, Indiana, verteilt hat. Seine Fans glauben an die Verdienste ihres Präsidenten. (Deutschlandradio / Timo Fuchs)
"Versprechen gehalten" steht auf Schildern, die Trumps Team vor der Middle School in Elkhart, Indiana, verteilt hat. Seine Fans glauben an die Verdienste ihres Präsidenten. (Deutschlandradio / Timo Fuchs)
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Die Warteschlange vor der Middle School in Elkhart scheint kein Ende zu haben. Schon Stunden vor dem Auftritt des Präsidenten stehen die Fans von Donald Trump die gesamte Lawrence Street herauf bis zur Schule, von dort aus wieder die gesamte Straße hinunter, vorbei an der Polizei-Sperre, dann um einen kompletten Häuserblock herum und schließlich zurück bis zur Schule.

Aber: Die Menge ist gut gelaunt und die Bedingungen sind ideal für die Verkäufer der Trump-Devotionalien. Tausende schieben sich etwa an Pauls Ansteckern vorbei. Paul verkauft alles vom Make-America-Great-Button bis zum "Bau-die Mauer"-Anstecker.
 
Die Mauer: ein Bollwerk gegen illegale Einwanderer. Es ist das Thema Nummer eins für die meisten der Trump-Anhänger, auch in der Arbeiterstadt Elkhart 2.000 Kilometer von der mexikanischen Grenze:

"Die benutzen die Sozialversicherungsnummer von anderen, und die Arbeitgeber lassen das zu. Das muss aufhören. Wenn ich Steuern für meine Straßen bezahlen muss, müssen das auch die Einwanderer."

Viele der Menschen betonen, dass sie gegen legale Einwanderung nichts haben.

Sie würden ihr Land und Melania gerne von Donald Trump befreien: Gegner des US-Präsidenten in Elkhart, Indiana (Deutschlandradio / Timo Fuchs)Sie würden ihr Land und Melania gerne von Donald Trump befreien: Gegner des US-Präsidenten in Elkhart, Indiana (Deutschlandradio / Timo Fuchs)

Trotzdem schmipft eine Gruppe von Protestlern auf der gegenüberliegenden Straßenseite herüber zu den Trump-Fans. Sie machen sich Sorgen, wegen des Hasses, der von Trumps Kampagne ausgeht. Eine Lehrerin erklärt, dass die Afro-Amerikaner und Hispanos unter ihren Schülern sich aus Angst nicht mehr in die Schule trauten.

Alle Trump-Fans wissen von Erfolgen zu berichten

John, ein Feuerwehrmann aus Bristol kommt gerade vorbei - er hat sogar seine Kinder mitgebracht, damit sie diesem Präsidenten heute tatsächlich begegnen können.

Was wissen die Kids denn von diesem Präsidenten?

"Er ist besser als Obama."

Allerdings sind es nicht nur die alten Klischees, die die Menschen hier zu Unterstützern Donald Trumps machen. Es ist etwas Neues hinzugekommen, dass sich wie ein roter Faden durch diesen schwülwarmen Abend in Elkhart ziehen wird:

Trump hat geliefert. Er hat mittlerweile bewiesen, dass er Dinge wirklich verfolgt und umsetzt, sagt John.

Vom Feuerwehrmann bis zur Rentnerin, und ganz gleich, ob die Menschen häufig oder fast nie die Nachrichten verfolgen, alle Trump-Fans wissen zu berichten, dass ihr Präsident gerade die Dinge mit Nordkorea regelt, den Iran in seine Schranken verwiesen und drei Amerikaner aus Nordkorea befreit hat, so sagt es Betty Barkenholder. Das wäre wohl nie gelungen, wenn nicht Trump der Präsident wäre.

Die Menschen in Elkhart sind Trump dankbar

Mittlerweile schließen die Organisatoren die Türen der Middle School: 7.500 Besucher füllen den Boden und die Ränge der Turnhalle bis unters Dach. Weit mehr müssen draußen vor Lautsprechern zuhören. In mitten der Menge in der Halle ist ein blaues Rednerpult auf einer kleinen Bühne aufgebaut. Und dann irgendwann steigt ein Mann mit einer überlangen roten Krawatte die Stufen hinauf. Der Präsident kommt.

Mit breitem Grinsen tritt Donald Trump auf die Bühne, seine orange-blonde Haartolle leuchtet, und er nickt zum Applaus als wolle er ihn bestätigen.

Sie sind glücklich mit ihrem Präsidenten: Anhänger Donald Trumps in Elhart, Indiana (Deutschlandradio / Timo Fuchs)Sie sind glücklich mit ihrem Präsidenten: Anhänger Donald Trumps in Elhart, Indiana (Deutschlandradio / Timo Fuchs)

Trump verweist stolz auf die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit fast zwei Jahrzehnten – ich hab es euch doch gesagt, prahlt er.

"This is truely an exciting time for our country. Jobs are booming, remember, I told you!"

Und auch wenn Experten Trumps Zutun dabei anzweifeln – es ist spürbar, dass die Menschen in Elkhart Trump wirklich dankbar sind – auch für die Steuererleichterungen, die er durchgesetzt hat. Ron erklärt draußen, sie brächten ihm 25 Dollar mehr in der Woche, also 1.000 pro Jahr.

Neuer Slogan: "KEEP America Great"

Trump redet drinnen davon, wie er den Iran unter Druck setzt. Und draußen sagt Adora, dass sie keinerlei Gefahr darin sieht. Trump wisse, was er tue, der Iran werde klein beigeben.

Trump ist zu einer Vertauensperson geworden, die in den Augen seiner Anhänger geliefert hat. Und niemand weiß das besser als er selbst. Auf den Schildern die Trumps Team an das Publikum verteilt hat, steht an diesem Abend erstmals nicht mehr "Make America Great Again". Jetzt heißt es "KEEP America Great". Amerika großartig halten – das klingt nach einem Slogan für Trumps Wiederwahl.
 

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