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StartseiteCampus & KarriereTU Dresden startet Kampagne zur Exzellenzbewerbung10.01.2012

TU Dresden startet Kampagne zur Exzellenzbewerbung

Bedeutung der Elbstadt als Wissenschaftsstandort soll gestärkt werden

Sieben Prominente aus Kunst, Politik und Sport werben in Videospots derzeit für die TU Dresden. Damit will die Hochschule ihrer Bewerbung zur Exzellenzuniversität Nachdruck verleihen. Das Zentrum für Regenerative Therapien wurde bereits 2006 als Exzellenzcluster ausgezeichnet.

Von Claudia Altmann

Die TU Dresden will "exzellent" werden.  (AP)
Die TU Dresden will "exzellent" werden. (AP)

Spot Reiner Calmund:

"Bildung, Bildung und noch mal Bildung. Das ist in der dritten Welt aber auch hier in Deutschland für unsere jungen Leute die Perspektive fürs Leben. In dieser Form müssen wir alten Säcke auch die Universitäten, die Schulen unterstützen, denn das ist auch unsere Zukunft, unsere Chance auf ein gutes Deutschland."

Spot Felix Räuber, Polarkreis 18:

"Das schöne, das wir an dem ganzen Projekt finden, ist, dass durch den Exzellenzstatus die Stadt viel, viel mehr Jugend anziehen würde und die Stadt wahrscheinlich frischen Wind bekommen würde."

Reiner Calmund als Mitglied des FC Dynamo Dresden, Polarkreis 18-Sänger Felix Räuber und fünf weitere Prominente aus Kunst, Politik und Sport legen ihr Gewicht und ihren guten Ruf in die Waagschale und machen Werbung für die TU Dresden. Diese will seit Dezember vergangenen Jahres mit einer Video- und Plakatkampagne im Dresdner Stadtbild und im Internet ihrer Bewerbung zur Exzellenzuniversität Nachdruck verleihen. Zugleich soll die Bedeutung der Hochschule für Dresden als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort unterstrichen werden, sagt Rektor Hans Müller-Steinhagen.

"Wir wollen auch, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dresden wissen, was für eine Perle sie in Form der TU Dresden haben."

Eine solche Perle ist das Zentrum für Regenerative Therapien, das 2006 gegründet und damals bereits als Exzellenzcluster ausgezeichnet wurde. Das interdisziplinäre Netzwerk bündelt in der Elbestadt die Kompetenzen regenerativer Biomedizin. Avinash Chekuru aus Indien findet hier ideale Bedingungen für seine Stammzellenforschung am Zebrafisch.

"Ich arbeite hier, um den Prozess der Zellregenerierung zu verstehen. Ich bin 2008 nach Dresden an dieses ausgezeichnete Forschungsinstitut gekommen, um mit meinen Kollegen aus aller Welt zu arbeiten."

Seine Erkenntnisse werden zur besseren Therapie von Hirnerkrankungen, wie etwa Alzheimer beitragen. Dank der ersten Exzellenzunterstützung hat das Institut bereits konkrete Ergebnisse in die behandelnde Medizin einbringen können, sagt Direktor Michael Brand.

"Wir sind zum Beispiel derzeit im Bereich Diabetes der einzige Standort in Deutschland, in dem Therapie mit transplantierten Inselzellen gemacht wird, die die Zellen enthalten, die Insulin produzieren. Das funktioniert sehr gut. Es funktioniert noch in kleinen Stückzahlen. Es sind bisher ein Dutzend Patienten behandelt worden. Aber das ist für uns ein wichtiger Weg, weil wir mit dieser etablierten Schiene der Behandlung auch neue Behandlungskonzepte insbesondere auch neue Sorten von Zellen nun in diesem existierenden Rahmen auch ausprobieren können. Das ist sehr wichtig."

Neben diesem und dem Exzellenzcluster "Center for Advancing Electronics" bewirbt sich die TU mit dem Zukunftskonzept "Universität der Synergien" und der International Graduate School for Biomedicine and Bioengineering. In den vergangenen fünf Jahren haben sich die aquirierten Drittmittel auf 200 Millionen Euro jährlich verdoppelt, die internationalen Publikationen sind um 50 Prozent gestiegen und die Zahl der Studierenden wächst ebenfalls. Aber die TU kann noch mehr aufweisen.

"Wir haben noch eine große Anzahl von außeruniversitären Forschungsinstituten – Max-Planck. Frauenhofer, Leibniz, Helmholtz – mit denen wir eine ganz enge Zusammenarbeit haben, einen eingetragenen Verein, wir stellen uns strategisch, personell, infrastrukturmäßig gemeinsam auf. Und dieser Verbund zusammen mit den extrem positiven Entwicklungen der Universität in den vergangenen Jahren stimmt mich optimistisch, dass wir mit unserer Bewerbung realistische Erfolgschancen haben."

Das denken auch mehr als 3300 Unterstützer, die sich bisher in der Internet-Liste eingetragen haben. Mit der TU Dresden würde endlich auch eine ostdeutsche Universität den Exzellenzstatus erhalten. Auf dieses Signal hofft auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und engagiert sich daher ebenfalls in der Werbekampagne.

Spot Stanislaw Tillich:

"Es wird einen Schub für die Wissenschaft geben, es wird einen Schub für die Forschung geben und es wird einen Schub für Dresden und den Freistaat insgesamt geben, wenn wir Exzellenz-Universität werden. Deswegen drücke ich allen die Daumen."

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