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TwitterDebatte um "Hessenhitler"-Tweet von FAZ-Journalistin

Screenshot der Reaktion von Julia Klöckner auf den Tweet einer FAZ-Journalistin, erstellt am 13.02.2018. (Twitter / Screenshot)
Screenshot der Reaktion von Julia Klöckner auf den Tweet einer FAZ-Journalistin, erstellt am 13.02.2018. (Twitter / Screenshot)

Eine Journalistin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat mit einem Tweet eine Debatte über die Meinungsfreiheit im Netz ausgelöst.

Die Feuilleton-Redakteurin bezeichnete den früheren hessischen Ministerpräsidenten Koch in ihrem Beitrag als "Hessenhitler" und warf ihm sogenanntes "mansplaining" vor, weil er Bundeskanzlerin Merkel "das Kanzlern" erkläre. Zahlreiche Nutzer reagierten auf den Tweet, die Kritik reichte von "Geschmacklosigkeit" über Populismus bis zu dem Vorwurf, NS-Verbrechen zu verharmlosen. Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Klöckner twitterte, selbst wenn der Beitrag als Satire gedacht gewesen sei, ginge so etwas nicht. Sie frage sich, ob dahinter politischer Hass, Dummheit oder Geschichtsvergessenheit stehe.

Inzwischen ist das Profil der Redakteurin nicht mehr auffindbar, es kursieren aber Screenshots ihres Textes. Die FAZ erklärte ebenfalls bei Twitter, die Journalistin habe den Tweet gelöscht und um Verzeihung gebeten. Ihr Kollege Nils Minkmar vom "Spiegel" schrieb, "Hessenhitler" sei ein uralter Gag der Satirezeitschrift Titanic, über den vermutlich sogar Koch selbst schmunzele.

Diese Nachricht wurde am 13.02.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.