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Ukraine-KonfliktManöver im Schwarzen Meer

Der russische Lenkwaffenkreuzer "Moskwa" fährt am 07.09.2014 bei Istanbul durch den Bosporus ins Mittelmeer. (pa/dpa/Merey)
Russland hat den Lenkwaffenkreuzer Moskwa ins Mittelmeer verlegt. (pa/dpa/Merey)

Die USA und die Ukraine haben ein gemeinsames Manöver im Schwarzen Meer begonnen. Nach Angaben aus Kiew soll mit der Übung die Sicherheit im Krisenfall überprüft werden. Russland protestiert gegen die Aktion.

Moskau hatte die dreitägige Übung, an der auch Kanada, Rumänien, Spanien und die Türkei teilnehmen, als "völlig unpassend" kritisiert. Die Führung in Moskau verlegte ein Kriegsschiff ins Mittelmeer.

Die nach monatelangen Kämpfen am Freitag vereinbarte Feuerpause in der Ostukraine erwies sich trotz aller Friedensbeteuerungen der Konfliktparteien am Wochenende als brüchig. Sowohl in der Hafenstadt Mariupol als auch in Donezk kam es zu Schusswechseln, bei denen auch schwere Waffen verwendet wurden. In Mariupol am Asowschen Meer wurde eine Frau getötet, mindestens vier weitere Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge verletzt. Regierungstruppen und Separatisten warfen sich gegenseitig vor, die Waffenruhe verletzt zu haben.

Autonomie durch Verhandlungen

Die prorussischen Separatisten wollen eine Autonomie nun auf dem Verhandlungsweg erreichen. Man werde sich in einer Woche in Minsk mit Vertretern der Ukraine, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) treffen, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko dem Moskauer Radiosender Kommersant-FM.

Thema in der weißrussischen Hauptstadt soll dann eine Unabhängigkeit der selbst ernannten "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk sein. "Der mit Kiew vereinbarte Sonderstatus ist nicht endgültig", sagte Sachartschenko.

Ein weiterer Separatistenführer sagte, die Aufständischen hätten ihren Plan eines eigenständigen Staates Noworossija (Neurussland) in der Ostukraine nicht aufgegeben. Er forderte offizielle Volksabstimmungen in den Regionen über einen Verbleib im ukrainischen Staatsverband.

Kiew irritiert Nato

Die ukrainische Regierung sorgte derweil mit Äußerungen zu Waffenlieferungen einzelner Nato-Staaten für Verwirrung. Die USA sowie Frankreich, Italien, Polen und Norwegen hätten der prowestlichen Führung jetzt eine solche Unterstützung für ihren Kampf gegen die Separatisten versprochen, sagte der ukrainische Präsidentenberater Juri Luzenko. Die USA, Norwegen und auch Polen wiesen dies zurück.

Die Nato hatte sich bei ihrem vergangenen Gipfeltreffen darauf verständigt, dass einzelne Mitgliedsstaaten künftig Waffen an die ukrainischen Streitkräfte liefern können.

(fwa/has)

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