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Umgang mit der AfD"Riesen-Empörungswellen" vermeiden

Ein Wahlplakat der AfD zeigt Parteichefin Frauke Petry mit ihrem zwei Monate alten Sohn. (dpa/AfD)
Ein Wahlplakat der AfD zeigt Parteichefin Frauke Petry mit ihrem zwei Monate alten Sohn. (dpa/AfD)

Der Medienwissenschaftler Bernd Gäbler wirft Medien eine teilweise zu reduzierte Berichterstattung über die AfD vor.

Gäbler sagte im Dlf, die Massenmedien seien an Konflikt, Dramatisierung und Zuspitzung interessiert und nicht an Strukturen und Kontinuität. Er rege an, dass Redaktionen über die AfD diskutieren und sich mit den Inhalten beschäftigen. Dass die Parteivorsitzende Petry auf einem Wahlplakat mit Baby posiere, könne man melden. Eine "Riesen-Empörungswelle" sei aber übertrieben. Medien müssten nennen und benennen, aber zugleich über die Dimensionen der Berichterstattung diskutieren.

Die AfD arbeite mit dem Konstrukt eines homogenen Volkes, dem sie eine Stimme gebe. Ihm gegenüber stünden angeblich korrupte Eliten. Die Partei übe eine Grundsatzkritik an den Medien, da ihr zufolge, alles, was vermittle, zugleich verzerre. Medien könnten aber nicht 1:1 die Wirklichkeit spiegeln, sagte Gäbler.

Interviews mit AfD-Politikern wie der Spitzenkandidatin Weidel im Dlf seien legitim. "Die wollen gewählt weden, also muss man vertiefend mit ihr reden." Dazu sei eine 1:1-Situation besser als eine Talkshow, in der nur Satzfetzen hin und her flögen.